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Brot #13 – Kürbisbrot (mit Sauerteig oder Hefe)

Kürbisbrot mit Sauerteig
08.11.2023
45 Min
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Ruhezeit Teig (Gare) 13 Stunden
Gesamtzeit 45 Minuten
Zum Rezept
Kürbisbrot mit Sauerteig
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Rezept für ein einfaches Kürbisbrot mit Natursauerteig oder Hefe. Der Hokkaido Kürbis im Brot sorgt für eine tolle Farbe, ein feines Aroma und eine saftig-wattige Krume. Die Kruste ist wild aufgerissen und knusprig ausgebacken. Ein unglaublich leckeres Herbst-Brot.

Kürbisbrot
Kürbisbrot

Unser Originalrezept für ein herbstliches Kürbisbrot mit Hokkaidokürbis stammt bereits aus dem Jahr 2018 – daher auch die Bezeichnung als Brot #13 (ein Bild des Originalbrots findet ihr weiter unten im Beitrag). Und bis heute haben sowohl wir als auch viele unserer Leser es häufig nachgebacken. Über die Zeit wurde das Kürbisbrot Rezept dabei sowohl mit Hefe als auch mit Sauerteig zubereitet und immer weiter verfeinert.

Das Rezept, das ihr heute hier findet ist also langjährig erprobt, absolut gelingsicher und begeistert uns und unsere Gäste jedes mal wieder aufs Neue. Wir haben außerdem beide Varianten (mit Sauerteig oder mit Hefe) mit ins Rezept aufgenommen. Mit Sauerteig ist es noch etwas besser, mit Hefe etwas einfacher. Welche Variante schmeckt euch besser? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen. :)

Und weil wir absolute Kürbisfans sind, findet ihr hier auf dem Blog mittlerweile eine ganze Menge leckerer Kürbisrezepte. Wie wäre es zum Beispiel mit gefülltem Kürbis mit Hackfleisch und Bergkäse, einer schnellen Kürbismarmelade mit Apfel, einem einfachen Kürbisgulasch für die ganze Familie oder einem Marmorkuchen mit Kürbis. Ihr seht, Kürbis kann in der Küche unglaublich vielseitig eingesetzt werden. Hier findet ihr übrigens alle unsere Kürbisrezepte.

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Kürbisbrot mit Hokkaido Kürbis

Warum wir häufig den Hokkaido Kürbis für Rezepte verwenden:

Der Hokkaido Kürbis, auch bekannt als Roter Kuri oder Uchiki Kuri, zeichnet sich durch seine leuchtend orange Schale (was Gerichten eine ansprechende Färbung verleiht) und sein süßes, nussiges Aroma aus. Er gehört zu den kleineren Kürbissorten und hat eine zarte, essbare Schale, die das Schälen überflüssig macht. Dies macht ihn besonders einfach in der Zubereitung. Hokkaido Kürbisse sind reich an Nährstoffen, darunter Vitamine wie A, C und E sowie Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Sein süßes, buttriges Fruchtfleisch eignet sich hervorragend für eine Vielzahl von Rezepten wie Suppen, Pürees, Eintöpfe und sogar Desserts. Darüber hinaus ist der Hokkaido Kürbis in der Saison einfach und in aller Regel preiswert verfügbar.

Zutaten – Das steckt außerdem in unserem Kürbisbrot

Weizenmehl Type 550

Das 550er Weizenmehl ist ein helles Mehl, das sich hervorragend zum Brotbacken eignet. Es hat einen sehr feinen, zurückhaltenden Geschmack und von allen Sorten und Typen mit die besten Backeigenschaften. Durch den eher geringen Eigengeschmack des Mehls, schmeckt man außerdem den feinen Geschmack des Kürbis besser heraus.

Sauerteig oder Hefe?

Man kann fast alle Brotrezepte entweder mit Sauerteig oder mit Hefe zubereiten. Bei unserem Hokkaido Kürbisbrot schmecken beide Varianten ganz hervorragend. Daher haben wir uns entschieden, auch beide hier aufzunehmen. Ihr findet sie als „Option 1“ oder „Option 2“ im Rezept. Die Zubereitung mit Hefe ist etwas einfacher, mit Sauerteig schmeckt das Brot dafür noch etwas besser und hält länger frisch.

Sauerteig ist ein aktiver Teig aus Mehl und Wasser. In der Regel halb Wasser, halb Mehl. Aktiv deshalb, weil im Teig natürlich vorkommende wilde Hefe vorhanden ist. Dadurch kann Sauerteig auch als Triebmittel zum Brot Backen verwendet werden. Ihr braucht also keine zusätzliche, gekaufte Hefe hinzugeben. Außerdem enthält Sauerteig Milchsäurebakterien, die Milchsäure und Essigsäure produzieren. Daher hat der ‘SAUER’-Teig auch seinen Namen. Neben einem angenehmen, leicht säuerlichen Geschmack sorgen diese Säuren auch dafür, dass Sauerteigbrot länger frisch bleibt: Sie bilden einen natürlichen Schutz gegen Schimmel.

Woher Ihr aktiven Sauerteig bekommt, könnt ihr hier nachlesen: Woher bekommt man aktiven Sauerteig?

Hohe Bekömmlichkeit durch lange Teigruhe (Gare)

Bei beiden Varianten geben wir dem Brotteig 12 Stunden Zeit um zu gehen. Diese lange Gare (auch ‘lange Teigführung’ genannt) sorgt dafür, dass schwer verdaubare Zuckermoleküle abgebaut werden, die sonst für Blähungen und damit Unwohlsein sorgen können. Zusätzlich quellen Ballaststoffe und Stärke besser auf, was ebenfalls für bessere Bekömmlichkeit sorgt.

Unser Tipp: Wenn ihr noch nicht so viel Erfahrung mit selbstgebackenem Brot habt, werft doch mal einen Blick in unsere Brotbacken FAQs. Dort findet ihr viele Tipps & Tricks und Antworten auf die häufigsten Leserfragen der letzten Jahre.

Und hier noch ein paar unserer beliebtesten Brotrezepte, die sich sehr gut als Brot für jeden Tag eignen: Das klassische Bauernbrot, unser einfaches Dinkel Sauerteigbrot, das Norwegische Haferflockenbrot oder das besonders einfache Anfängerbrot.

Hier findet ihr alle unsere Brot Rezepte.

Und das hier ist übrigens das Originalbrot von 2018:

Kürbisbrot
Das original Kürbisbrot von 2018

Rezept für ein Kürbisbrot


Schwierigkeit: Einfach (♦ ◊ ◊)


Anfangen: 22 Stunden bevor das Brot fertig sein soll
Zeit am Backtag: 3 Stunden (inkl. 1 Stunde Auskühlen)


Triebmittel: Sauerteig oder Hefe
Teigausbeute (TA): ca. 165-168 (durch das Kürbispüree nicht genau bestimmbar)
Fertiges Brot: 1,4 kg


Zeitplan:

⏱️ Startet 22 Stunden bevor das Brot fertig sein soll.
⏱️ Zum Start: Sauerteig und Kürbispüree zubereiten (z.B. um 12:00 Uhr).
⏱️ Nach 8 Stunden: Hauptteig zubereiten (z.B. um 20:00 Uhr).
⏱️ Nach 30 Minuten: Dehnen und falten (z.B. um 20:30 Uhr). 3x wiederholen (optional)
⏱️ Nach 12 Stunden: Teig rundwirken und in Gärkorb legen (z.B. um 8:00 Uhr).
⏱️ Nach 1 Stunde: Backen (z.B. um 9:00 Uhr).
⏱️ Nach 1 Stunde: Auskühlen lassen (z.B. um 10:00 Uhr).

Tipps & Tricks – unsere Brotbacken FAQs

Kennt ihr schon unsere FAQs rund ums Thema Brot Backen? Dort beantworten wir die von euch in den letzten Jahren am häufigsten gestellten Fragen rund ums Thema. Hier findet ihr eine kleine Auswahl:

Kürbisbrot mit Sauerteig
Rezeptanleitung

Brot #13 – Kürbisbrot (mit Sauerteig oder Hefe)

4,82 von 11 Bewertungen
Rezept für ein einfaches Kürbisbrot mit Natursauerteig oder Hefe. Der Hokkaido Kürbis im Brot sorgt für eine tolle Farbe, ein feines Aroma und eine saftig-wattige Krume. Die Kruste ist wild aufgerissen und knusprig ausgebacken. Ein unglaublich leckeres Herbst-Brot.
Vorbereitungs­zeit: 15 Minuten
Zubereitungs­zeit: 30 Minuten
Ruhezeit Teig (Gare): 13 Stunden
Arbeits­zeit: 45 Minuten

Benötigtes Zubehör

80g
Kalorien 171kcal
Kohlenhydrate 36g
Fett 0,5g
Eiweiß 5g
Angaben für 17 Scheiben Brot

Zutatenliste

Option 1: Sauerteig

Option 2: Hefe

  • 2 g Frischhefe

Hauptteig

Zubereitung

Option 1: Sauerteig

  • Alle Zutaten zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Anschließend mit einem feuchten Tuch oder Deckel abgedeckt 8 Stunden bei ca. 30°C gehen lassen.
    10 g Sauerteig Anstellgut, 25 g Weizenmehl Type 550, 25 g Wasser

Option 2: Hefe

  • Hier muss nichts vorbereitet werden.

Ab hier ist die Zubereitung für beide Optionen gleich

    Kürbis

    • Den Hokkaidokürbis waschen, halbieren, entkernen und ca. 200g des Kürbisfleischs in Würfel schneiden. Diese mit etwas Wasser kochen bis sie weich sind. Anschließend auskühlen lassen und pürieren.
      200 g Hokkaido Kürbis

    Hauptteig

    • Je nach Variante entweder den Sauerteig oder die Frischhefe im Wasser auflösen. Anschließend alle weiteren Zutaten, inklusive des Kürbispürees hinzugeben und ca. 8 Minuten von Hand oder mit einer Küchenmaschine auf niedrigster Stufe kneten. Der Teig ist fertig, wenn er eine samtige Konsistenz hat, gut zusammenhält und sich leicht vom Schüsselrand lösen lässt.
      2 g Frischhefe, 750 g Weizenmehl Type 550, 200 g Hokkaido Kürbis, 360 g Wasser, 15 g Salz

    Stockgare

    • Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch oder Deckel abdecken. Anschließend 12 Stunden bei Raumtemperatur (20-22°C) ruhen lassen.
    • Optional: Jeweils nach 30, 60 und 90 Minuten den Teig dehnen und falten. Das muss nicht sein, sorgt aber für eine bessere Temperaturverteilung innerhalb des Teigs und ein stabileres Teiggerüst.
    • Den Teig aus der Schüssel holen und vorsichtig zu einer Kugel wirken. Achtet darauf, dass vom Gas so wenig wie möglich entweicht.

    Stückgare

    • Anschließend mit Schluss nach unten weitere 60 Minuten bei Zimmertemperatur in einem gut bemehlten Gärkörbchen gehen lassen. Etwa 20 Minuten vor Ende der Stückgare könnt ihr anfangen, den Backofen vorzuheizen.

    Backen

    • Den Backofen mitsamt dem Dutch Oven auf 230°C aufheizen.
    • Wenn der Ofen gut vorgeheizt ist, das Brot mit Schluss nach oben in den Topf geben, Deckel drauf, und bei 230°C für 10 Minuten backen.
    • Dann den Backofen auf 200°C runterregeln und weitere 35 Minuten backen.
    • Anschließend noch einmal 5-10 Minuten ohne Deckel backen, damit das Brot eine schöne hellbraune Farbe, eine knusprige Kruste und leckere Röstaromen bekommt.
    • Das Brot aus dem Ofen holen und ungefähr eine Stunde auf einem Gitter auskühlen lassen bevor ihr es anschneidet. Das Brot sollte dabei rundherum atmen können.

    Notizen

    Tipps:
    • Ein Dutch Oven ist ein gusseiserner Feuertopf. Stattdessen könnt ihr auch einen anderen ausreichend großen, backofenfesten Behälter mit Deckel verwenden. Z.B. einen Bräter oder Römertopf. Beim Römertopf müsst Ihr allerdings einige Dinge beachten. Was genau, könnt ihr in diesem Beitrag nachlesen.
    • Solange das Brot im geschlossenen Topf backt, ist es egal, ob ihr Umluft oder Ober-/Unterhitze benutzt. Nach Öffnen des Deckels raten wir zu Ober-/Unterhitze. So backt das Brot etwas länger, die Kruste bräunt langsamer und wird dafür etwas dicker.
    • Die Bräunung der Kruste könnt ihr ganz einfach über das Öffnen des Deckels steuern. Bei diesem Brot wollten wir eine hellere Kruste haben. Daher 30 Minuten mit geschlossenem Deckel und nur 5 Minuten ohne.
    • Wenn ihr eine knusprigere Kruste bevorzugt, lasst das Brot bei leicht geöffneter Ofentür eine Stunde im ausgeschalteten Backofen abkühlen. Aus dem frisch gebackenen Brot tritt immer noch innere Feuchtigkeit aus, die die Kruste ansonsten weicher macht. die Restwärme des Ofens verhindert das, indem sie die Feuchtigkeit schneller verdunsten lässt.
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