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Einfaches Rezept Dinkelbrot
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Rezept für ein einfaches Dinkelbrot für jeden Tag. Das Brot benötigt nur vier Zutaten und ist sehr einfach in der Zubereitung, wodurch es sich gut als Dinkelbrot für Anfänger geeignet. Durch die Verwendung von sehr wenig Hefe und einer langen Übernachtgare bekommt es außerdem richtig viel Geschmack.

Zuhause selber Brot backen erfreut sich seit einigen Jahren stetig steigender Beliebtheit. Und auch unsere mittlerweile über 100 verschiedenen Brotrezepte hier auf dem Blog sind nach wie vor eine der beliebtesten und am häufigsten kommentierten Kategorien. Was kein Wunder ist: Selbstgebackenes Brot enthält keine Konservierungsstoffe, keine Backhilfsmittel und auch sonst keinen Schnickschnack, den es für gutes Brot eigentlich auch gar nicht braucht. Mehl, Wasser, Salz, Hefe und ausreichend Zeit und Ruhe damit sich der Teig entwickeln kann. Das ist völlig ausreichend für super leckeres Brot.

Selber Brot backen ist also eigentlich ziemlich einfach. Trotzdem melden sich bei uns immer wieder Leser, die ganz neu zum Thema Brotbacken kommen und sich nicht so recht rantrauen. Und dann gibt es die, die auf der Suche nach einem einfachen und trotzdem richtig guten Brot für jeden Tag sind. Für all jene haben wir eine neue Serie gestartet: „Einfache Brotrezepte“. Unsere nächsten Brotrezepte werden also alle besonders einfach sein. Los geht es heute mit einem besonders einfachen Dinkelbrot Rezept. Das Dinkelbrot für Anfänger besteht aus 100% Dinkel und wird mit handelsüblicher Frischhefe zubereitet, die ihr in jedem Supermarkt bekommt. Ansonsten braucht ihr nur noch Wasser und Salz. Weiter geht die Serie dann mit einem einfachen Weizenbrot Rezept und einem einfachen Roggenbrot Rezept.

Zutaten – Das steckt im einfachen Dinkelbrot für Anfänger:

Unser einfaches Dinkelbrot Rezept für jeden Tag kommt mit gerade einfach vier Zutaten aus: Dinkelmehl, Wasser, Hefe und Salz. Und dazu noch viel Zeit und Ruhe. Mehr braucht es nicht für das geschmackvolle Brot.

Dinkelmehl

Dinkel gehört zur Gattung des Weizens und teilt sich mit diesem die guten Backeigenschaften, was insbesondere beim Dinkelbrot backen sehr gut zur Geltung kommt. Für unser Brot verwenden wir hauptsächlich helles Dinkelmehl Type 630 und mischen für noch mehr Geschmack, etwas Dinkelvollkornmehl unter. Ein weiteres sehr empfehlenswertes Dinkelbrot ist übrigens unser sehr fluffiges Dinkel Buttermilchbrot mit Sauerteig. Wer lieber Brötchen mag, zum Beispiel zum Sonntagsfrühstück, wird unsere einfachen Quarkbrötchen mit Dinkel sicher lieben.

Die richtige Wassermenge beim Brotbacken mit Dinkel

Das Besondere beim Brotbacken mit Dinkel ist, dass Dinkel eine geringere Wasseraufnahmefähigkeit hat als beispielsweise Weizen. Das bedeutet Folgendes: Die optimale Wassermenge beim Brotbacken mit hellem Mehl liegt bei ungefähr 65% Wasser berechnet auf die Mehlmenge. Bei Weizen funktioniert das auch einwandfrei. Man bekommt einen stabilen Teig und ein wohlgeformtes Brot.

Verwendet man diese Wassermenge jedoch bei einem Dinkelteig, läuft das Brot in die Breite. Grund ist eben jene geringere Wasseraufnahmefähigkeit. Verwendet man nun hingegen weniger Wasser oder mehr Mehl (so dass der Teig stabil bleibt), wird das Brot am Ende zu trocken. Man nennt das „Dinkel neigt zum Trockenbacken“.

Unser Tipp: Die Lösung ist ein sogenanntes „Brühstück“. Hierbei wird ein Teil des Dinkelmehls mit kochendem Wasser übergossen und quellt anschließend auf. Dadurch kann der Dinkelteig deutlich mehr Wasser aufnehmen, wodurch wir den optimalen Wasseranteil von 65% bei einem gleichzeitig stabilen Teig erreichen.

Hefe

Meniger ist manchmal mehr. Um dem Brot noch mehr Geschmack zu verleihen, werde ich es mit sehr wenig Hefe (nur 2 Gramm) und dafür langer (Übernacht-)Gare (10-12 Stunden) gehen lassen.

Warum sind die Vorteile von weniger weniger Hefe?

Durch die lange Gare (auch ‘lange Teigführung’ genannt) werden schwer verdaubare Zuckermoleküle abgebaut, die sonst für Blähungen und damit Unwohlsein sorgen. Zusätzlich quellen Ballaststoffe und Stärke besser auf.

Unser Tipp: Wie messe ich kleine Mengen Hefe ab?

2 Gramm Hefe lassen sich mit einer normalen Küchenwaage nicht mehr abmessen. Ihr könnt dafür entweder eine Feinwaage verwenden (gibt es bereits für unter 10 Euro) oder ihr verwendet die Tricks aus unserer Brot Backen FAQ: Wie messe ich kleine Mengen Hefe ab?

Tipps zur Zubereitung des einfachen Dinkelbrots mit Hefe

Ein guter Zeitplan:

⏱️ Startet 18 Stunden bevor das Brot fertig sein soll.
⏱️ Zum Start: Brühstück zubereiten (z.B. um 17:00 Uhr).
⏱️ Nach 2 Stunden (2:15 Stunden nach Start): Hauptteig zubereiten (z.B. um 19:15 Uhr).
⏱️ Nach 30 Minuten (3:00 Stunden nach Start): Dehnen und falten (z.B. um 20:00 Uhr). 3x wiederholen
⏱️ Nach 10-12 Stunden (14:30 Stunden nach Start): Teig rundwirken und in Gärkorb (z.B. um 7:30 Uhr).
⏱️ Nach 1,5 Stunden (16:15 Stunden nach Start): Backen (z.B. um 9:15 Uhr).
⏱️ Nach 45 Minuten (17:00 Stunden nach Start): Auskühlen lassen (z.B. um 10:00 Uhr).

Der wichtigste Tipp für reine Dinkelbrote ist, wie man die optimale Wassermenge ins Brot bekommt, ohne dass dieses zu weich wird und auseinander läuft. Lest euch dazu im oberen Zutaten-Abschnitt den Absatz zur Wassermenge bei Dinkelbroten durch.

Der zweitwichtigste Tipp ist, das Brot im Dampf zu backen: Warum das so ist und wie Ihr das am besten erreicht, könnt ihr in unserer Brot Backen FAQ: Warum Brot im Dampf backen sollte nachlesen.

Wann ist das Brot fertig gebacken? Die Back-Dauer kann je nach Backofen, Temperatur des Teiglings und anderen Faktoren variieren. Am einfachsten prüft ihr daher ob euer Brot fertig ist, indem ihr ein Backofen-Einstechthermometer benutzt (steckt es einfach ins Brot, wenn ihr den Deckel abnehmt). Wenn der Kern des Brots zwischen 96°C und 98°C hat, ist es perfekt. Alternativ eignen sich auch Einstech-Thermometer mit separatem Display. Diese sind einfacher abzulesen und in aller Regel kann ein Alarm gesetzt werden, wenn die Kerntemperatur erreicht ist.

Ihr wollt eine perfekte Kruste? Dann schaut mal in unsere Tipps dazu direkt unten im Rezept.

Das einfache Dinkelbrot Rezept ist mittlerweile Brot #121 hier auf dem Blog.

Rezept für ein einfaches Dinkelbrot für jeden Tag. Das Brot benötigt nur vier Zutaten und ist sehr einfach in der Zubereitung, wodurch es sich gut als Dinkelbrot für Anfänger geeignet. Durch die Verwendung von sehr wenig Hefe und einer langen Übernachtgare bekommt es außerdem richtig viel Geschmack.
Vorbereitungs­zeit: 15 Minuten
Zubereitungs­zeit: 20 Minuten
Ruhezeit Teig (Gare): 13 Stunden 30 Minuten
Gesamt­zeit: 14 Stunden 5 Minuten

Benötigtes Zubehör

1kg
Kalorien 2802kcal
Kohlenhydrate 514g
Fett 23g
Eiweiß 93g
Angaben für 1 Brot (1kg)

Zutatenliste

Brühstück

Hauptteig

Auf die Einkaufsliste bei Bring!

Zubereitung

Brühstück

  • Das Wasser zum Kochen bringen. Das Mehl in eine hitzefeste Schüssel geben, mit dem kochenden Wasser übergießen und mit einen Löffel verrühren, bis sich ein homogener Brei bildet. Dann direkt auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken, so dass sich keine Haut bildet. Anschließend 2-3 Stunden ruhen lassen.
    100 g Dinkel Vollkornmehl, 200 g Wasser

Hauptteig

  • Hefe im Wasser auflösen. Brühstück, Salz und Dinkelmehl hinzugeben und in einer Küchenmaschine mit Knetfunktion oder von Hand zu einem gleichmäßigen Teig verkneten.
    600 g Dinkelmehl Type 630, 255 g Wasser, 2 g Frischhefe, 15 g Salz
  • Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch oder Deckel abdecken. Anschließend 10-12 Stunden bei Raumtemperatur (21-22°C) ruhen lassen. Nach 30, 60 und 90 Minuten dehnen und falten.
  • Den Teig aus der Schüssel holen und vorsichtig zu einer Kugel wirken. Achtet darauf, dass vom Gas so wenig wie möglich entweicht.
  • Anschließend mit Schluss nach unten weitere 90 Minuten bei Zimmertemperatur in einem gut bemehlten Gärkörbchen gehen lassen. Etwa 20 Minuten vor Ende der Stückgare könnt ihr anfangen, den Backofen mitsamt Dutch Oven auf 230°C vorzuheizen.

Backen

  • Wenn der Ofen gut vorgeheizt ist, das Brot mit Schluss nach oben in den Topf geben, Deckel drauf, und bei 230°C für 10 Minuten backen.
  • Dann den Backofen auf 200°C runterregeln und weitere 25 Minuten backen.
  • Anschließend noch einmal 10-20 Minuten ohne Deckel backen, damit das Brot eine schöne braune Farbe, eine knusprige Kruste und leckere Röstaromen bekommt.
  • Das Brot aus dem Ofen holen und ungefähr eine Stunde auf einem Gitter auskühlen lassen bevor ihr es anschneidet. Das Brot sollte dabei rundherum atmen können.

Notizen

Solange das Brot im geschlossenen Topf backt, ist es egal, ob ihr Umluft oder Ober-/Unterhitze benutzt. Nach Öffnen des Deckels raten wir zu Ober-/Unterhitze. So backt das Brot etwas länger, die Kruste bräunt langsamer und wird dafür etwas dicker.
Die Bräunung der Kruste könnt ihr ganz einfach über das Öffnen des Deckels steuern. Ihr mögt eine helle Kruste? Dann verlängert die Backzeit bei 200°C mit Deckel von 25 Minuten auf 30 Minuten. 
Wenn ihr eine knusprigere Kruste bevorzugt, lasst das Brot bei leicht geöffneter Ofentür eine Stunde im ausgeschalteten Backofen abkühlen. Aus dem frisch gebackenen Brot tritt immer noch innere Feuchtigkeit aus, die die Kruste ansonsten weicher macht. die Restwärme des Ofens verhindert das, indem sie die Feuchtigkeit schneller verdunsten lässt.
Ihr habt weitere Fragen rund ums Brotbacken? Dann schaut doch mal in unsere Brot Backen FAQs. Dort findet ihr inzwischen Antworten auf viele der häufigsten Fragen, die uns die letzten Jahre erreicht haben.
Hast du dieses Rezept ausprobiert?Erwähne @habeichselbstgemacht oder tagge #habeichselbstgemacht
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Zum Rezept

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Über uns

Wir sind Tina und Alex, die Gesichter hinter dem Foodblog SELBSTGEMACHT aus München und Freiburg. Seit 2014 entwickeln wir unsere Rezepte selbst, fotografieren sie selbst und schreiben jeden Text selbst. Über 1.500 sind mittlerweile daraus geworden: Brot und Sauerteig, herzhafte Alltagsküche, Desserts, Getränke und Geschenkideen aus der Küche. Jedes Rezept testen wir so lange, bis Mengen, Zeiten und Handgriffe auch in einer ganz normalen Küche zuverlässig gelingen. Erst dann kommt es auf den Blog. Wie aus einem kleinen Hobby in München unser Foodblog wurde, erzählen wir euch in unserer Geschichte. Schön, dass ihr hier seid: schaut euch um, probiert aus und lasst es euch schmecken.

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10 Kommentare
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Rozalina
Rozalina
1 Monat zuvor

5 Sterne
Ich habe gestern diese Rezept ausprobiert und das Brot ist super geworden. Schmeckt super lecker und ist sehr fluffig geworden. ☺️ danke

Ela3383
Ela3383
1 Jahr zuvor

5 Sterne
Es ist super lecker und so unendlich knusprig. so stell ich mir ein Brot vor. Wir werden das Brot jetzt immer machen. Danke für das tolle Rezept.

Regina
Regina
2 Jahre zuvor

Ich habe heute euer Dinkelbrot gebacken, super Ergebnis. Danke für das Rezept!

IMG_9068
Silvia
Silvia
2 Jahre zuvor

Hallo Alex und Tina,
Habe euer einfaches Dinkelbrot Rezept ausprobiert und muss sagen, ich bin begeistert.
Die detailgetreue Anleitung hat es mir ermöglicht auf Anhieb ein perfektes Brot zu backen.
Vielen lieben Dank dafür.

Martina
Martina
3 Jahre zuvor

5 Sterne
Guten Tag,
Ihre Brotbackrezepte habe ich im Internet gesehen und sogleich eines umgesetzt.
Das „Einfache Dinkelbrot Rezept“ ist hervorragend gelungen, dank der wirklich ausführlichen -bis ins kleinste Detail erklärten Arbeitsschritte- und kompetenten Anleitung.
Es sieht nicht nur aus wie auf einem professionellen Foto aus einem Backbuch, es schmeckt dazu einfach vorzüglich.
Demnächst versuche ich das Rezept mit dem Dinkel-Buttermilch-Brot.
Herzlichen Dank !

Kai Otto
Kai Otto
3 Jahre zuvor

4 Sterne
Hallo, ich brauche mal einen Tipp.
Ich habe dieses Rezept zum vierten Mal gemacht, aber jedes Mal das gleiche Problem. Nach den 10-12 Stunden Stockgare, mache ich den Deckel der Schüssel ab, und das Brot ist wirklich super hoch gekommen. Aber es klebt extrem am Schüsselrand, und wärend ich das da raus pulen muss, fällt der natürlich total in sich zusammen und kommt im Gärkörbchen auch nicht mehr hoch. Und beim backen auch nicht, sodass das Brot wirklich sehr ineinander gestaucht ist und nicht fluffig.
Ich hab wirklich alles vom Rezept genauestens befolgt, mal mit Coil Fold mal mit dehnen und falten. Mal mit Mehl schon ordentlich in die Schüssel wo er drin aufgeht. Aber immer das gleiche Problem. Ich hoffe ihr könnt mir helfen, bin Anfänger im Brotbacken

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