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Seife einfach selber machen
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Anleitung für selbstgemachte Seife, die aus wenigen Zutaten einfach hergestellt wird und anschließend in unendlich viele individuelle Varianten veredelt werden kann – von Zitronenseife über Lavendelseife bis hin zu Kaffeeseife. Die fertige Seife sieht wunderschön aus, riecht toll und enthält nur die Inhaltsstoffe, die ihr hineingeben wollt. Sie eignet sich damit sehr gut als individuelle und liebevolle Geschenkidee für Freunde und Familie. Und natürlich zum täglichen Selbernutzen. :)

Selbstgemachte Zitronenseife
Selbstgemachte Zitronenseife

Selbermachen liegt im Trend. Selbstgemachte Seife ist hierfür ein tolles Beispiel. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten der Gestaltung: Ob mit Rosenöl für die Mutter oder mit Bergamotte- oder Patschuliöl für den Vater.

Die selbstgemachte Seife kann mit Kaffee, Honig oder Milch veredelt werden, mit Lavendelblüten, Rosenblättern, getrockneten Nelken oder Zitronenscheiben verschönert und mit Rote Beete & Co. eingefärbt werden. Man weiß hinterher genau, welche Inhaltsstoffe in der Seife enthalten sind (oder eben auch nicht) und, nicht zuletzt, hat das befriedigende und stolze Gefühl, etwas mit den eigenen Händen erschaffen zu haben. Außerdem ist selbstgemachte Seife eine tolle und außergewöhnliche Geschenkidee, die noch dazu praktisch ist :-)

Seife selber machen ist viel einfacher, als man vielleicht zuerst denkt. Die meisten Utensilien hat man bereits zuhause und was fehlt, kostet nicht viel (wie z.B. ein Stabthermometer).

Wir haben es selber probiert und waren total begeistert vom Ergebnis (und hatten damit zugleich schon die ersten Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde zusammen ;-).

Deshalb möchten wir Euch mit diesem Artikel Lust machen, es einfach mal selbst zu probieren. Wir werden hier wir den Vorgang des Seifemachens selbst sowie 2 Rezepte (für Kaffeeseife und für Zitronenseife), die uns besonders gut gefallen haben, vorstellen.

Und wenn euch das Thema Selbermachen und Basteln interessiert, findet ihr hier noch mehr schöne DIY- und Bastelideen für Zuhause oder zum Verschenken.

Seife als Geschenkidee

Ihr möchtet die Seife verschenken? Einfach unser Etikett herunterladen, auf einer Klebefolie* und/ oder einem Fotopapier* (oder einem normalen Papier) ausdrucken, aufkleben oder mit einer schönen Schnur am Glas befestigen und fertig ist euer Geschenk aus der Küche.

Etiketten für die Seife
Banderolen für die Seife zum kostenlosen Herunterladen
Wie macht man Seife selber?

Es gibt zwei grundlegende Arten, Seife selber zu machen. Entweder ihr kauft fertige Rohseife (auch Basisseife oder Seifenbasis genannt), die ihr nur einschmelzen und anschließend mit Farbe, Duft und weiteren Bestandteilen (z.B. Blütenblättern) veredelt, oder ihr macht sogar die Rohseife selber. Bei der ersten Variante habt ihr bereits nach weniger als 30 Minuten fertige, individuelle Seife, bei der zweiten Variante dauert es einige Wochen, bis sie fertig ist. Dafür habt ihr diese Seife dann wirklich von Anfang bis Ende selbergemacht.

Rohseife (Basisseife) selber machen oder kaufen und einschmelzen?

Wie bereits erwähnt, gibt es zwei Möglichkeiten, selber Seife zu machen:

  1. Rohseife kaufen, diese einschmelzen, veredeln und in Formen gießen
  2. Rohseife aus (chemischen) Rohstoffen selber machen und anschließend veredeln

Wenn ihr Rohseife kaufen wollt, könnt ihr das am einfachsten über Amazon machen. Dort gibt es transparente Rohseife, weiße Rohseife oder Seifenbasis mit Sheabutter und aus Ziegenmilch. Wenn ihr alle Zutaten habt, ist eure selbstgemachte Seife in weniger als 30 Minuten fertig zum Verschenken. Damit ist sie also auch ein super Last Minute Geschenk.

Wenn ihr eure eigene Seife aber von Anfang bis Ende komplett selber machen wollt geht das auch. Das dauert zwar ein paar Wochen (in denen ihr allerdings nichts tun müsst, außer die Seife in Ruhe zu lassen), dafür habt ihr hinterher das tolle Gefühl, diese Seife wirklich mit euren eigenen Händen erschaffen zu haben. :)

Rohseife selber machen – das müsst ihr beachten:

Selbstgemachte Rohseife ist recht einfach herzustellen, wenn man die richtigen Zutaten und Utensilien hat.

Nichtsdestotrotz gilt es, einige Sicherheitsregeln zu beachten.
Eine der Komponenten zur Seifenherstellung ist Natriumhydroxid. Dieses (ebenso wie die spätere Rohseife) ist stark ätzend. Es ist also ein absolutes Muss, mit der entsprechenden Sorgfalt zu arbeiten. Außerdem sollte stets eine Schutzbrille und Schutzhandschuhe aus Gummi getragen werden. Die aus Natriumhydroxid und Wasser entstehende Natronlauge ist außerdem giftig. Daher sollten alle Utensilien, die Ihr für die Seifenherstellung verwendet, hinterher gut gereinigt und nicht mehr in der Küche eingesetzt werden. Wir raten dazu, vor dem Start die Sicherheitshinweise in einem der ‚Seife selber machen‘ Bücher zu lesen.

Seife selber machen - Zubehör
Seife selber machen – Zubehör

Das sollte Euch aber keinesfalls davon abhalten, es einmal zu versuchen. Die benötigten Zutaten sind günstig und einfach zu bekommen. Und die erste selbstgemachte Seife in den Händen zu halten und zu verschenken, ist eine wirklich tolle Erfahrung.

Wir haben beide Varianten probiert und sind von beiden gleich begeistert :)

Seifenformen – so bekommt die Seife ihre Form

Natürlich ist wichtig, dass die selbstgemachte Seife gut funktioniert. Man sollte sich damit also ordentlich die Hände waschen können. Und wenn sie dazu noch gut nach Zitrone, Lavendel oder Kaffee riecht, ist das sicherlich auch kein Fehler. Dafür könnt ihr einfach ätherische Duftöle verwenden.

Da das Auge aber ja bekanntlich mit ‚isst‘ (naja, im übertragenen Sinne), ist es auch wichtig, dass eure Seife schön aussieht.

Dazu gehört einerseits, dass sie eine schöne Farbe hat. Das erreicht ihr am einfachsten über spezielle Seifenfarben. Oder aber ihr seid etwas experimentierfreudiger und nutzt natürliche Färbemittel. Unsere braune Kaffeeseife ist beispielweise nur mit Kaffeepulver eingefärbt. Auch Rote Beete (Saft) eignet sich sehr gut.

Andererseits lässt sich Seife sehr gut in schöne Formen gießen. Am einfachsten tut ihr euch mit Silikonformen. Auch da gibt es spezielle für Seife (zum Beispiel die weiße ‚100% HOME MADE‘ Seife von unten) oder ihr nehmt Eiswürfel-, Muffin- oder sonstige Formen. Eurer Fantasie ist da keine Grenze gesetzt. Von den letztjährigen Halloween Cocktails habe ich noch ziemlich gruselige Totenkopf Eiswürfelformen, die eine tolle, schwarze Seife ergeben hätten. Aber da hat Tina ihr Veto eingelegt. ;)

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1. Anleitung für selbstgemachte Seife (mit gekaufter Rohseife)


Schwierigkeit: Einfach (♦ ◊ ◊)


Dauert: 30 Minuten


Zubehör: Topf, Silikonformen


Zutaten:

  • Rohseife
  • Seifenfarbe
  • Duftöl
  • Weitere Zutaten zum Verzieren (Kaffeepulver, Blütenblätter, bunter Sand, getrocknete Zitronenscheiben, etc.)

Zubereitung/Herstellung:

  1. Die Rohseife bei geringer Hitze in einem Topf schmelzen
  2. Duftöl und Seifenfarbe hinzugeben
  3. Eventuell weitere Zutaten dazugeben (z.B. Kaffeepulver)
  4. Die flüssige Seife in Seifenformen füllen und ca. 15 Minuten auskühlen/aushärten lassen
  5. Bei Bedarf die Oberfläche vor dem Aushärten noch verzieren (z.B. mit getrockneten Zitronenscheiben)
  6. Schön verpacken und verschenken :)

2. Anleitung für selbstgemachte Rohseife (Basisseife)


Schwierigkeit: Mittel (♦ ♦ ◊)


Dauert: 45 Minuten (plus 30 Tage Reifezeit)


Rezept ergibt: 2 kg Rohseife


Zutaten:

Die Grundlage aller Seifen ist die Rohseife. Aus dieser werden in späteren Arbeitsschritten dann Lavendelseife, Kaffeeseife, Zimtseife & Co.

Für knapp 2kg Basisseife braucht Ihr die folgenden Zutaten:

  • 650g Kokosfett (gehärtet)
  • 650g Sonnenblumenöl
  • 650g Olivenöl (klar, nicht naturtrüb)
  • 290g Natriumhydroxid (wird mit Wasser zu Natronlauge – Gibt es hier bei Amazon)
  • 1 Liter Mineralwasser

Bitte die Sicherheitshinweise im Umgang mit Natriumhydroxid beachten!

Zubereitung:

  1. Schutzbrille und Schutzhandschuhe anziehen.
  2. Zuerst das Kokosfett in einen Topf geben und zusammen mit dem restlichen Öl auf 35°C – 36,5°C erwärmen.
  3. Parallel dazu die Natriumhydroxid in einem Frischhaltebeutel abwiegen. Dieser wird am Schluss entsorgt.
  4. Das Wasser in einen ausreichen großen Plastikeimer geben.
  5. Anschließend das Natriumhydroxid in mehreren kleinen Mengen nacheinander in das Wasser geben, um Laugenwasser/Natronlauge zu erhalten. 
    Achtung: Keinesfalls anders herum zusammenschütten! 
    Der erste Schwung Wasser, der mit dem Natriumhydroxid in Berührung kommt, würde auf einen Schlag sehr stark erhitzen und heftig verdampfen.
    Ein Hinweis: Bei Zugabe des Pulvers in das Wasser erhitzt dieses sich schnell und stark. Dabei kann es überkochen (-> daher der große Behälter) und Dampf entwickeln. Macht diesen Arbeitsschritt also nach Möglichkeit unter freiem Himmel (Balkon oder Terrasse) oder zumindest bei offenem Fenster und steht nicht direkt über dem Behälter. Schutzbrille und Handschuhe ebenfalls nicht vergessen.
  6. Nun kommt der komplizierteste Schritt: Sowohl das Öl als auch das Laugenwasser müssen sehr genau auf 35-36°C erwärmt bzw. abgekühlt werden. Arbeitet zum gezielten Abkühlen am besten mit einem kalten Wasserbad. Passt die Temperatur beim Zusammenschütten nicht, klappt die Verseifung nicht.
  7. Wenn die Temperatur stimmt, das Laugenwasser in das Öl geben und ununterbrochen rühren, bis die Mischung dickflüssig wird und sich “eine Spur bildet”. Das kann nach ein paar Minuten schon passieren, kann aber auch mal eine dreiviertel Stunde dauern. Hat man eine übrig, kann man auch eine alte Küchenmaschine mit Knethaken auf niedrigster Stufe nutzen.
  8. Abschließend gebt Ihr die Rohseife in eine eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form zum Erhärten. Achtung: Zu diesem Zeitpunkt ist die Rohseife ebenfalls noch ätzend!
  9. Die Rohseife dann mit einem Karton als Deckel und eingewickelt in ein paar Handtücher einen bis drei Tage an einem ruhigen und kühlen Ort und außerhalb des Zugriffs von Kindern und Haustieren stehen lassen. Die Handtücher werden benötigt, damit die Seife ihre Wärme langsam und gleichmäßig abgibt, was sich positiv auf Aussehen und Struktur auswirkt.

Nach ein paar Tagen könnt Ihr vorsichtig testen, wie fest die Seife schon geworden ist. Besteht keine Gefahr mehr, dass sie davon fließt, könnt Ihr sie nun z.B. mit einem (Japan)Spachtel in Würfel schneiden. Danach muss die Seife noch einige weitere Wochen aushärten. Testet sie dann mit einem pH-Teststreifen. Der pH-Wert von Seife darf zwischen 5,5 und 10 liegen. Milde Seifen haben einen Wert zwischen 7,5 und 8,5.

Basisseife
Ausgehärtete Basisseife

Anleitung: Das Veredeln der Basisseife

Das spätere “Veredeln” der Basisseife zu Lavendelseife, Honigseife, Zitronenseife oder Kaffeeseife ist sehr einfach. Raspelt einfach die Basisseife z.B. mit einer alten Käsereibe in kleine Stücke und schmelzt die Seifen-Raspeln dann auf dem Herd über einem Wasserbad wieder ein. Dann gebt Ihr die gewünschten Zusätze hinzu (z.B. ätherisches Öl, Honig, Ziegenmilch(pulver), Kaffeepulver, getrocknete und zerstoßene Kräuter, Lebensmittelfarbe etc.), rührt das Ganze gut um, füllt es in Seifenformen, lasst es eine halbe Stunde abkühlen und fertig :-)

Hier zwei Rezepte, die uns besonders gut gefallen haben:

Rezept für selbstgemachte Zitronenseife

Zitronenseife sieht sehr edel aus, ist dabei einfach herzustellen, riecht sehr erfrischend und hat durch die getrockneten Zitronenschalen gleich natürliche ‚Schleifflächen‘ mit an Bord.

Zutaten:

  • 500g Basisseife
  • 1-2 Zitronen
  • 25g Zitronenöl
  • Gelbe Seifenfarbe

Zubereitung:

  1. Nehmt Euch einige Tage vorher eine Zitrone und schneidet sie in wenige Millimeter dicke Scheiben. Ein paar dieser Scheiben halbiert Ihr noch einmal, der Rest bleibt rund. Lasst sie dann an einem luftigen Ort einige Tage trocknen, bis die ganze Feuchtigkeit aus den Zitronenscheiben verschwunden ist.
  2. Reibt und schmelzt dann die gewünschte Menge Basisseife ein. Je 500g Basisseife gebt Ihr dann 25g Zitronenöl hinein und gelbe Seifenfarbe (bis ihr die gewünschte Farbe habt) und verrührt die Masse sorgfältig.
  3. Nehmt Euch, während die Seife schmilzt, Eure Seifenform und “klebt” die getrockneten Zitronenscheiben an den eingefetteten Boden und die Wände. Anschließend die Seifenmasse vorsichtig einfüllen, noch einige Zitronenscheiben oben auflegen und leicht in die Masse eindrücken.
  4. Die Seife zum Aushärten an einen ruhigen, kühlen Ort stellen. Nach einigen Tagen könnt ihr die Seife aus der Form holen, in die gewünschten Formen schneiden und fertig aushärten lassen.

Rezept für selbstgemachte Kaffeeseife

Kaffeeseife ist ebenfalls einfach herzustellen, riecht durch die Kombination aus Lavendel und Kaffee angenehm kräftig und hat durch das hinzu gegebene Kaffeepulver auch gleich ein natürliches ‚Schleifmittel‘ eingebaut.

Zutaten:

  • 500g Basisseife
  • 5 EL Kaffee- oder Espressopulver
  • 25g Lavendelöl

Zubereitung:

  1. Schmelzt 500g Basisseife wie oben beschrieben ein.
  2. Setzt parallel einen kleinen Topf auf, in dem Ihr 5 Esslöffel Kaffee- oder Espressopulver mit etwas Wasser auf kleiner Flamme aufkochen lasst.
    Achtet dabei darauf, dass die Masse nicht anbrennt, da man das nachher an der Seife riechen würde.
    Es sollte allerdings auch nicht zu viel Wasser sein, da es die spätere Aushärtung der Seife verzögert. Das Kaffeepulver wirkt später als sanftes Scheuermittel während die Flüssigkeit für die schöne tiefbraun Färbung der Seife sorgt.
  3. Gebt dann den Kaffee aus dem Topf zusammen mit 25g Lavendelöl in die Basisseifenmasse und verrührt alles sorgfältig.
  4. Anschließend wie bei der Zitronenseife aushärten lassen und in Stücke schneiden.

Wir hoffen, wir konnten Euch etwas inspirieren und wünschen Euch nun: Viel Spaß beim Seife selbermachen :-)

Die Anleitung in Kurzform zum Ausdrucken:

Seife einfach selber machen
Rezeptanleitung

Seife einfach selber machen

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Anleitung für selbstgemachte Seife, die aus wenigen Zutaten einfach hergestellt wird und anschließend in unendlich viele individuelle Varianten veredelt werden kann – von Zitronenseife bis zu Kaffeeseife. Die fertige Seife sieht wunderschön aus, riecht toll und enthält nur die Inhaltsstoffe, die ihr hineingeben wollt. Sie eignet sich damit sehr gut als individuelle und liebevolle Geschenkidee für Freunde und Familie. Und natürlich zum täglichen selber Nutzen. :)
Vorbereitungs­zeit: 15 Minuten
Zubereitungs­zeit: 30 Minuten
Reifezeit: 30 days
Arbeits­zeit: 45 Minuten

Benötigtes Zubehör

  • Stabthermometer
  • Schutzbrille und Schutzhandschuhe
Angaben für 2 kg Basisseife

Zutatenliste

Zubereitung

Herstellung von Basisseife:

  • Schutzbrille und Schutzhandschuhe anziehen.
  • Das Kokosfett in einen Topf geben und zusammen mit dem restlichen Öl auf 35°C – 36,5°C erwärmen.
  • Parallel dazu das Natriumhydroxid in einem Frischhaltebeutel abwiegen. Dieser wird am Schluss entsorgt.
  • Das Wasser in einen ausreichen großen Plastikeimer geben.
  • Anschließend das Natriumhydroxid in das Wasser geben, um Natronlauge/Laugenwasser zu erhalten.
  • Achtung: Keinesfalls anders herum zusammenschütten! Der erste Schwung Wasser, der mit dem Natriumhydroxid in Berührung kommt, würde auf einen Schlag sehr stark erhitzen und heftig verdampfen.
    Ein Hinweis: Bei Zugabe des Pulvers in das Wasser erhitzt dieses sich schnell und stark. Dabei kann es überkochen (-> daher der große Behälter) und Dampf entwickeln. Macht diesen Arbeitsschritt also nach Möglichkeit unter freiem Himmel (Balkon oder Terasse) oder zumindest bei offenem Fenster und steht nicht direkt über dem Behälter. Schutzbrille und Handschuhe ebenfalls nicht vergessen.
  • Nun kommt der komplizierteste Schritt: Sowohl das Öl als auch das Laugenwasser müssen sehr genau auf 35-36°C erwärmt bzw. abgekühlt werden. Arbeitet zum gezielten Abkühlen am besten mit einem kalten Wasserbad. Passt die Temperatur beim Zusammenschütten nicht, klappt die Verseifung nicht.
  • Wenn die Temperatur stimmt, das Laugenwasser in das Öl geben und ununterbrochen rühren, bis die Mischung dickflüssig wird und sich “eine Spur bildet”. Das kann nach ein paar Minuten schon passieren, kann aber auch mal eine dreiviertel Stunde dauern. Hat man eine übrig, kann man auch eine alte Küchenmaschine mit Knethaken auf niedrigster Stufe nutzen.
  • Abschließend gebt Ihr die Rohseife in eine eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form zum Erhärten. Achtung: Zu diesem Zeitpunkt ist die Rohseife ebenfalls noch ätzend!
  • Die Rohseife dann mit einem Karton als Deckel und eingewickelt in ein paar Handtücher einen bis drei Tage an einem ruhigen und kühlen Ort und außerhalb des Zugriffs von Kindern und Haustieren stehen lassen. Die Handtücher werden benötigt, damit die Seife ihre Wärme langsam und gleichmäßig abgibt, was sich positiv auf Aussehen und Struktur auswirkt.
  • Nach ein paar Tagen könnt Ihr vorsichtig testen, wie fest die Seife schon geworden ist. Besteht keine Gefahr mehr, dass sie davon fließt, könnt Ihr sie nun z.B. mit einem (Japan)Spachtel in Würfel schneiden. Danach muss die Seife noch einige weitere Wochen aushärten. Testet sie dann mit einem pH-Teststreifen. Der pH-Wert von Seife darf zwischen 5,5 und 10 liegen. Milde Seifen haben einen Wert zwischen 7,5 und 8,5.

Notizen

Bitte beachtet unbedingt die notwenfigen Sicherheitsregeln:
Eine der Komponenten zur Seifenherstellung ist Natriumhydroxid. Dieses (ebenso wie die spätere Rohseife) ist stark ätzend. Es ist also ein absolutes Muss, mit der entsprechenden Sorgfalt zu arbeiten. Außerdem sollte stets eine Schutzbrille und Schutzhandschuhe aus Gummi getragen werden. Natronlauge ist außerdem giftig. Daher sollten alle Utensilien, die Ihr für die Seifenherstellung verwendet, hinterher gut gereinigt und nicht mehr in der Küche eingesetzt werden. Wir raten dazu, vor dem Start die Sicherheitshinweise in einem der ‘Seife selber machen’ Bücher zu lesen.
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Weitere selbstgemachte Beauty Geschenkideen

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Wir sind Alex & Tina, die Gesichter hinter dem Foodblog München und Freiburg. Als Gründer und kreative Köpfe teilen wir hier all unsere Küchenschätze und Rezeptlieblinge mit euch. Auf „Selbstgemacht – Der Foodblog“ finden sich hunderte köstliche und doch meist einfache Rezepte, die jeder nachmachen kann. Unser Angebot reicht von Brot über süße Leckereien, herzhafte Köstlichkeiten und Getränke bis hin zu Geschenkideen aus der Küche. Unsere Rezepte sind manchmal klassisch, vereinzelt außergewöhnlich, oft etwas gesünder, immer aber erprobt und lecker. Schön, dass Ihr bei uns seid – schaut euch um, nehmt Platz und fühlt euch ganz wie Zuhause!

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Mone
Mone
2 Monate zuvor

Hallo ihr Beiden,
ihr schreibt in eurem Rezept und der Anleitung von Natronhydroxid, es muss aber richtig heißen Natriumhydroxid.
Liebe Grüße von der Seifenqueen

Patricia
Patricia
10 Monate zuvor

Hallo,
Och bin gerade dabei, mich in das “ Seifenthema“ einzuarbeiten…. Mit Rohseifen und gekauften Farben habe ich mich schon versucht. Jetzt würde ich gern die Seife komplett selber herstellen.
Wenn ihr schreibt: Mineralwasser – meint ihr dann Mineralwasser mit Kohlensäure? Geht auch Medium? Oder reicht Leitungswasser?
Vielen Dank für Eure Antwort!
Liebe Grüße, Patricia

Palue
Palue
11 Monate zuvor

Vielen Dank für die tollen Rezepte !

Ich habe – als Chemikerin :-) – einen Hinweis zur Begrifflichkeit Natriumhydroxid/Natronlauge in der Anleitung für selbstgemachte Rohseife, da mich erst etwas verwirrt haben:
Natronlauge ist nicht gleich Natriumhydroxid !
Natriumhydroxid ist der feste Stoff, wenn man ihn in Wasser löst erhält man die Natronlauge, also das Laugenwasser. Ich war zunächst verwirrt, dass Amazon flüssige Natronlauge verschicken (was viel zu gefährlich wäre), bis mir auffiel, dass hier Begriffe durcheinander geraten waren und man den Feststoff zugesandt bekommt…
Ganz liebe Grüße

Tina
Admin
Reply to  Palue
11 Monate zuvor

Hallo Palue,

vielen Dank für deine Nachricht und danke, dass Du uns mit deinem Wissen unterstützt:-)!
Ich habe das entsprechend in der Anleitung angegeben und hoffe jetzt stimmt es!

Liebe Grüße
Tina

Peter
Peter
Reply to  Tina
10 Monate zuvor

Hallo Tina,
ich bin zwar kein Chemiker aber stimmig ist die Anleitung der Basisseife vermutlich immer noch nicht.
In Schritt 2 zur Herstellung der Basisseife wiegt ihr Natronlauge (flüssig) in einem Frischhaltebeutel ab. Ein Messbecher wäre von Vorteil. Hier wird daher wahrscheinlich eher Natriumhydroxid abgewogen.
Das was mich anschließend in Schritt 4 verwirrt ist das wir nun Natronlauge (flüssig) in Wasser geben. Entweder haben wir noch keine Natronlauge weil wir diese noch nicht hergestellt haben oder wir stellen diese in diesem Schritt her weil wir Natriumhydroxid in Wasser geben.
Liebe Grüße

Last edited 10 Monate zuvor by Peter
Sonja
1 Jahr zuvor

5 stars
Hallo ihr Lieben, hab schon einiges von euch nachgemacht, zb die Spekulatius-Pralinen und Seife usw. Euch auch ein schönes Wochenende und vielen Dank, herzliche Grüße

Selbstgemachte Seife von Sonja 2.jpg
Selbstgemachte Seife von Sonja.jpg
Nicolle
Nicolle
1 Jahr zuvor

Ich liebe selbstgemachte Dinge. Und ich siede auch seit einiger Zeit selbst Seife. Diese Anleitung hier für „Basiseife“ ist zwar schön. Allerdings würde ich die Angaben der Natriumhydroxid (Natronlauge) herauslöschen. Gebt die Information eines Seifenrechners an. Das ist sicherer. Denn je nachdem wie die Überfettung ausfallen soll, verändern sich die Angaben der Natronlauge. Auch kann es sein, dass Besucher dieser Seite hier, einfach die Öle austauschen und die gleichen Angaben der Natronlauge nutzen. Das kann sehr gefährlich sein. Sogar bis zur Unterfettung (Kein Öl oder Fett mehr da, welches die Lauge verseift) führen.

LG
Nicolle

Alina Trupp
Alina Trupp
1 Jahr zuvor

Hallo,
Danke für diese tolle Anleitung.
Nur habe ich ein kleines Problem und zwar beim Veredeln der Basisseife wird diese nicht flüssig.. ich kann es mir nicht erklären. Sie wird weicher aber eben nicht flüssig.
Irgendwelche Tipps?
Lg,
Alina

Nicolle
Nicolle
Reply to  Alex
1 Jahr zuvor

Hallo Alina,

falls du diese „Rohseife“ nicht gekauft hast, sondern selbst hergestellt hast. Sie wird nicht mehr ganz flüssig, sondern eher breiig. Man kann diesen Zwischenschritt mit der „Rohseife sieden“ einfach streichen und gleich diese schönen Seifen mit Zitrone/ Kaffee …. einfach so herstellen. Das finde ich einfacher, als Rohseife zuerst herstellen und dann das nochmal einschmelzen und erst dann die Seife herzustellen. Les dich einfach in die Kaltverseifung, kurz CP, ein.

Gruß
Nicolle

Nicolle
Nicolle
Reply to  Alina Trupp
1 Jahr zuvor

Hi Alina,

fallst du die „Basisseife“ selbst hergestellt und nicht gekauft hast, diese Rohseife wird nicht mehr ganz flüssig, sondern eher breiig. Übrigens kann man diese Art von Seifen auch im Kaltverfahren so sieden, ohne diesen Zwischenschritt mit der Rohseife zuerst herstellen. Dann ist die Konsistenz super flüssig.

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