Newsletter: Jetzt anmelden
Startseite Herzhafte Rezepte Vegetarische Rezepte Karotten einfach zuhause fermentieren
Karotten selber fermentieren
Enthält Werbung

Karotten fermentieren leicht gemacht! Mit unserem einfachen Rezept und nur 2 Grundzutaten entstehen knackige, aromatische und gesunde fermentierte Karotten für eure Vorratsküche. So habt ihr jederzeit eine frische, säuerliche Beilage im Kühlschrank, die fast jedes Gericht aufwertet. Wir bereiten immer gleich die dreifache Menge der fermentieren Möhren vor und probieren verschiedene Gewürze aus.

Die Fermentation ist eine sehr alte und einfache Methode, um Gemüse ohne Erhitzen haltbar zu machen und gehört bei uns inzwischen ganz selbstverständlich dazu. So wie diese Möhren! Was früher mal ein Experiment war, hat heute für viele einen festen Platz im Kühlschrank. Ein paar Karottenscheiben reichen oft schon, um ein einfaches Gericht spannender zu machen. Ob zur Brotzeit oder als frische Beilage in Salaten und Bowls: die leichte Säure und der knackige Biss der fermentierten Möhren passet einfach immer. Und genau deshalb möchten wir euch gerne zeigen, wie einfach es ist, Karotten selbst zu fermentieren und dauerhaft in den Alltag zu holen.

Karotten mit nur 2 Zutaten fermentieren

Für fermentierte Karotten braucht ihr überraschend wenig! Eigentlich reichen Karotten und eine zweiprozentige Salzlake aus, um die natürliche Milchsäuregärung in Gang zu setzen. In dieser Lake beginnen die Möhrenstücke von selbst zu fermentieren und entwickeln in wenigen Tagen ihren typischen, fein säuerlichen Geschmack. Eine „zweiprozentige Salzlake“ bedeutet 2% Salz, also 2g auf 100ml Wasser. Salzlake bedeutet also nicht anderes als „Salzwasser“. :)

Chili, Knoblauch Ingwer oder Lorbeer? Fermentierte Karotten lassen sich darüber hinaus wunderbar verfeinern. Chili sorgt wie bei Kimchi für leichte Schärfe, Knoblauch bringt Tiefe und Würze, Lorbeer gibt ein feines herbes Aroma und Ingwer eine frische, leicht zitronige Note. Die Gewürze werden einfach zusammen mit den Karotten ins Glas gegeben und fermentieren mit. So verbinden sich die Aromen ganz natürlich mit der milchsauren Frische der Karotten. Aus einer einfachen Basis entsteht auf diese Weise jedes Mal eine neue, spannende Variante.

Auch Rote Bete, Rotkohl und Knoblauch lassen sich ganz einfach fermentieren. Schaut einfach mal in unsere Fermentations-Rezepte!

Unsere Tipps zum Möhren Fermentieren

Hygiene ist ein Muss! Beim Fermentieren von Karotten ist Sauberkeit besonders wichtig. Gläser, Deckel, Gewichte und alle Utensilien sollten vorab gründlich mit heißem Wasser gereinigt werden. Rückstände von Spülmittel, Fett oder alten Speiseresten können die guten Milchsäurebakterien stören und Fehlgärungen und Schimmel begünstigen.

Geeignete Behälter Bei der Fermentation entstehen Gase, die austreten müssen. Gleichzeitig darf aber keine Luft in das Glas gelangen. Verwendet also am besten Fermentiergläser mit Gäraufsatz* oder Bügelverschlüsse mit Dichtungsring. Schraubgläser sind hierfür nicht geeignet. Achtet außerdem darauf, dass nach oben noch ein paar Zentimeter Luft im Glas sind, damit keine Flüssigkeit austritt, wenn die Fermentation startet.

Alles muss in der Lake sein: Die Möhren müssen komplett in der Salzlake sein und dürfen nicht herausragen. Beschwert die Möhren am besten mit einem Gewicht (z.B. einem Fermentationsgewicht* oder einem kleineren Glas), denn Sauerstoff kann Schimmelbildung verursachen.

Gleichmäßig schneiden: Karotten sollten dabei möglichst gleichmäßig in Scheiben oder Stifte geschnitten werden. So fermentieren alle Stücke im gleichen Tempo, bleiben angenehm knackig und entwickeln ein ausgewogenes Aroma. Unterschiedlich große Stücke würden unterschiedlich schnell weich werden und die Fermentation ungleichmäßig verlaufen lassen.

Wahl des Salzes: Ganz wie beim selbstgemachten Rotkraut und anderen Fermentationen können Jod und Zusatzstoffe wie Rieselhilfen die empfindlichen Milchsäurebakterien in ihrer Aktivität stören oder sogar abtöten. Dadurch kommt die Fermentation nicht richtig in Gang, was zu unerwünschten Aromen, weicher Konsistenz oder im schlimmsten Fall zu Schimmel oder Fäulnis führen kann. Für eure Fermente solltet ihr deshalb ausschließlich reines Steinsalz, Meersalz oder nicht jodiertes Speisesalz ohne Zusätze verwenden.

Zeit gibt Geschmack: Fermentierte Karotten brauchen ein paar Tage, um ihr typisches fein säuerliches Aroma zu entwickeln. In der Anfangsphase kann es blubbern und leicht intensiv riechen. Solange alles unter der Lake bleibt und frisch säuerlich duftet, ist das ein ganz normaler Teil der Fermentation.

Richtig lagern: Sobald die Karotten den gewünschten Säuregrad erreicht hat, werden sie im Kühlschrank gelagert. Dort verlangsamt sich die Fermentation durch die Kälte deutlich. Gut verschlossen halten sich fermentierte Möhren mehrere Wochen bis Monate.

Alles was ist ihr sonst noch rund ums Fermentieren wissen müsst, findet ihr in unserem Beitrag „Was ist fermentieren?“.

Möhren ganz, in Stiften, Scheiben oder geraspelt fermentieren?

Die Form des Gemüses hängt ganz von eurer Vorliebe ab. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Gemüse schneller gegessen werden kann, je kleiner es geschnitten wird. Wir bevorzugen es daher, geraspelte Karotten oder feine Scheiben, wie bei unserer fermentierten Rote Bete, zu fermentieren. Auch zum Essen, zum Beispiel im Salat oder als Beilage zu jedem Hauptgericht, finden wir es so am praktischsten. Experimentiert also am besten ein wenig rum und findet heraus, wie ihr sie am liebsten esst.

Welche Gewürze passen zu Möhren?

Für unser Grundrezept benötigt ihr nur frische Möhren und Salz. Anbei findet ihr 3 Ideen zum Würzen:

Mediterran: Thymian, Rosmarin und Knoblauch passen ideal zur Süße der Möhren.

Frisch zitronig: Zitronenschale, Pfefferkörner und Dill wirken leicht und frisch zum Wurzelgemüse. Eine perfekte Variante für den Sommer.

Scharf-würzig: Die Würze mit Chili (Flocken oder frisch) ist für alle, die es kräftiger mögen.

Darum lieben wir fermentierte Karotten

Fermentierte Karotten bringen Frische, Säure und eine leichte natürliche Süße zusammen. Durch die Milchsäuregärung bekommen sie ein vielschichtiges Aroma, das Salate, Bowls und belegte Brote sofort spannender macht. Gleichzeitig bleiben sie angenehm knackig und geben Gerichten genau den richtigen Kontrast zu cremigen oder herzhaften Komponenten.

Dazu kommt ihre Alltagstauglichkeit. Einmal angesetzt, halten sich fermentierte Karotten im Kühlschrank über Wochen und sind damit perfekt für Meal Prep und schnelle Mahlzeiten. Damit habt ihr jederzeit ein Glas voller Geschmack griffbereit, ganz ohne zusätzlichen Aufwand.

Wenn ihr Freude am Fermentieren habt, könnte euch auch unser Rezept zum Apfelessig selbermachen gut gefallen!

Karotten fermentieren leicht gemacht! Mit unserem einfachen Rezept und nur 2 Grundzutaten entstehen knackige, aromatische und gesunde Karotten für eure Vorratsküche. So habt ihr jederzeit eine frische, säuerliche Beilage im Kühlschrank, die fast jedes Gericht aufwertet.
Zubereitungs­zeit: 10 Minuten
Fermentation: 7 Tage
Gesamt­zeit: 7 Tage 10 Minuten

Benötigtes Zubehör

300g
Kalorien 154kcal
Kohlenhydrate 36g
Fett 1g
Eiweiß 4g
Angaben für 1 Glas à 500ml

Zutatenliste

Grundrezept

  • 300 g Karotten
  • 6 g Salz
  • 300 ml Wasser

Optional für unser Lieblingsrezept

  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Chili (Schärfe nach Geschmack)
  • 3 Scheiben Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch
Auf die Einkaufsliste bei Bring!

Zubereitung

  • Gläser, Gewichte und Deckel vorab sterilisieren: Entweder ein paar Minuten im Topf kochen oder 10 Minuten bei 150 Grad im Ofen sterilisieren. Achtung: Kunststoffteile wie Deckel oder Dichtungsringe dürfen ausschließlich gekocht werden.
    Gläser und Deckel im Topf Sterilisieren
  • Die Karotten ggf. schälen (Biokarotten können, aber müssen nicht geschält werden) und in gleichmäßige Sticks oder Scheiben schneiden. In ein sauberes steriles Einmachglas möglichst eng stellen.
    300 g Karotten
    Karotten in Scheiben schneiden zum fermentieren
  • Optional Gewürze wie z.B. Chili, Knoblauch, Ingwer oder Lorbeerblätter zugeben.
    1 Chili, 3 Scheiben Ingwer, 2 Zehen Knoblauch, 2 Lorbeerblätter
    Karotten fermentieren mit Lorbeer Ingwer Knoblauch
  • Salz im Wasser auflösen und zugeben, so dass die Karotten vollständig bedeckt sind. Mit einem Gewicht beschweren. Das Glas locker verschließen und bei Zimmertemperatur an einem dunkleren Platz etwa 1-2 Wochen fermentieren lassen. In dieser Zeit beginnt die Gärung, es können Bläschen entstehen und die Lake wird trüb. Ein Gärverschluss ist ideal und sorgt dafür, dass Gase entweichen können, aber nichts ins Glas hinein gelangt. Täglich kontrollieren: Eventuell müsst ihr Lake nachgießen oder überschüssige Gärgase entweichen lassen.
    6 g Salz, 300 ml Wasser
    Fermentierte Karotten mit Glas beschweren
  • Anschließend im Kühlschrank lagern, dort halten sich die Karotten mehrere Wochen bis Monate.
    Karotten fermentieren im Kühlschrank

Notizen

Unsere Tipps und Hinweise:
  • Die Kalorienangabe bezieht sich auf ein Glas mit 300g Karotten.
  • Wir empfehlen aufgrund der langen Fermentationszeit und der langen Haltbarkeit gleich die doppelte oder dreifache Menge zubereiten. Probiert doch mal mehrere Gläser mit verschiedenen Gewürzen aus.
Hast du dieses Rezept ausprobiert?Erwähne @habeichselbstgemacht oder tagge #habeichselbstgemacht
Unser neuestes Rezept
Zoodles mit Avocado Rezept
Zoodles (Zucchini-Nudeln) mit Avocado Sauce

Unsere Zoodles mit Avocado Sauce sind ein altbewährtes Zoodles Rezept, das an Cremigkeit kaum zu überbieten ist und auch nach einem langen Arbeitstag in weniger als 30 Minuten auf dem Tisch steht. Zoodles liefern im Vergleich zu „echten“ Nudeln reichlich Vitamine, dafür aber kaum Kalorien und Kohlenhydrate. Wenn ihr unser Low Carb Zoodles Rezept ausprobiert, […]

Zum Rezept

Pinterest Flyer

* Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate Links, zum Beispiel zu Amazon.de. Das bedeutet, dass wir eine kleine Provision erhalten, sobald ihr über den Link etwas kauft. Für euch oder am Preis ändert sich dadurch nichts. Wir empfehlen Produkte außerdem ausschließlich, wenn wir von ihnen überzeugt sind.

Über uns

Wir sind Alex & Tina, die Gesichter hinter dem Foodblog München und Freiburg. Als Gründer und kreative Köpfe teilen wir hier all unsere Küchenschätze und Rezeptlieblinge mit euch. Auf „Selbstgemacht – Der Foodblog“ finden sich hunderte köstliche und doch meist einfache Rezepte, die jeder nachmachen kann. Unser Angebot reicht von Brot über süße Leckereien, herzhafte Köstlichkeiten und Getränke bis hin zu Geschenkideen aus der Küche. Unsere Rezepte sind manchmal klassisch, vereinzelt außergewöhnlich, oft etwas gesünder, immer aber erprobt und lecker. Schön, dass Ihr bei uns seid – schaut euch um, nehmt Platz und fühlt euch ganz wie Zuhause!

Geschenkideen aus der Küche Buch

Unser Buch

Werft gerne einen Blick hinein und lasst euch inspirieren!

Auf Amazon kaufen

Newsletter

Verpasse kein neues Rezept, Freebie oder Geschenkidee mehr!

Jetzt anmelden
Folge uns auf:

Schreibe uns einen Kommentar

Wie hat euch das Rezept gefallen? Wir freuen wir uns sehr über eure Bewertung und einen Kommentar. Eure Tipps, Variationen und Fragen helfen unserer ganzen Selbstgemacht Community. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und alle erforderliche Felder sind mit * markiert.

4,58 von 14 Bewertungen (13 Bewertungen ohne Kommentar)
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
Rezept Bewertung




1 Kommentar
Neueste
Älteste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Silke
Silke
1 Monat zuvor

5 Sterne
Super genial & easy gemacht, sehr lecker und vielseitig verwendbar
werde als kleine Mitbringsel zu Ostern noch einige Gläser ansetzen und mich demnächst der Fermentation von Roter Beete widmen
bin erst durch euch auf‘s Fermentieren gekommen — herzlichen Dank für eure Inspirationen und genialen Rezepte ( incl der detaillierten Beschreibungen)

IMG_1948

Lieblingsrezept teilen!

Teile das Rezept mit Freunden, Familie und Followern. Wir freuen uns, dass dir das Rezept gefällt.

Share

70 mal geteilt

Kommentiere dieses Rezept

Folge uns auf:

Aktuelle Empfehlungen

Der Herbst ist da, die Temperaturen werden wieder kühler und es geht tatsächlich schon wieder in großen Schritten auf Weihnachten zu. Genau die richtige Zeit, um sich mit deftigen warmen Aufläufen und heißen Drinks aufzuwärmen. :)

Unser Newsletter

Melde dich zu unserem Newsletter an und verpasse kein neues Rezept.

Jetzt anmelden

Aktuelle Empfehlungen

Besonders schön werden selbstgemachte Geschenke aus der Küche mit einem individuellen Etikett. Bei uns findet ihr zu den meisten unserer Geschenkideen welche, die ihr kostenlos herunterladen und ausdrucken könnt.

Unser Newsletter

Melde dich zu unserem Newsletter an und verpasse kein neues Rezept.

Jetzt anmelden
Send this to a friend