Startseite DIY und Lifestyle Reisen Ein entschleunigtes Wochenende in Breisach am Rhein
Breisacher Altstadt und Münster
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Breisach entschleunigt. Wenn wir dieses Wochenende auf eine einzige Aussage reduzieren müssten, dann wäre es wohl diese. Aber das müssen wir glücklicherweise nicht. Breisach ist nämlich so viel mehr!
Direkt am Oberrhein gelegen ist Breisach eine Grenzstadt an der deutsch-französischen Grenze. Auf der einen Seite das deutsche Baden, auf der anderen das Elsass in Frankreich. Von Breisach aus ist man in einer knappen halben Stunde in Freiburg oder in Colmar. Ins schweizerische Basel ist es nur ein wenig länger. Der Kaiserstuhl, mit seinen saften, weinbewachsenen Hängen und Weingütern, liegt direkt vor den Toren der Stadt. Und auch Vogesen, Schwarzwald und, dazwischen liegend, die Rheinebene sind nicht weit.

Perfekte Bedingungen also, um unsere Wochenendfluchten dieses Osterwochenende in der wunderschönen Stadt am Rhein zu verbringen.

Breisach
Breisach vom Münsterberg aus gesehen

Breisach hat nur knapp 15.000 Einwohner, was man auf den ersten Blick gar nicht glauben mag, schaut man sich beispielsweise das Gastronomieangebot in der Innenstadt an. So hatten wir innerhalb von 10 Minuten Fußweg die Wahl zwischen einem guten Dutzend Möglichkeiten zur Einkehr. Von der gemütlichen Weinstube über typisch badische und elsässer Küche bis hin zu türkisch, griechisch und chinesisch war alles vertreten.

Das Stadtbild ist vielerorts noch recht mittelalterlich geprägt mit alten, eng aneinander stehenden Häusern und kleinen, verwinkelten Gassen. Vieles davon sicherlich nicht mehr original, Breisach wurde im zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört, nichts desto trotz hat es sich das Flair bewahrt.

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Sehenswürdigkeiten

Eines der Highlights ist sicherlich der Breisacher Münsterberg mit dem
St. Stephansmünster und dem Radbrunnen in der Mitte der Oberstadt. Das Münster beherbergt einen der schönsten Schnitzaltäre Deutschlands aus dem 16. Jahrhundert, sowie das ‚Jüngste Gericht‘ von Martin Schongauer – ein Meisterwerk der Wandmalerei aus dem 15. Jahrhundert.

Breisacher Altstadt und Münster
Breisacher Altstadt und Münster

Im Radbrunnenturm befindet sich ein 41m tiefer Trinkwasserbrunnen aus dem 12. Jahrhundert, der über ein überdimensionales Tretrad (quasi ein Hamsterrad für Menschen) bedient wurde.

Radbrunnen auf dem Breisacher Münsterberg
Radbrunnen auf dem Breisacher Münsterberg

Über die Stadt verteilt finden sich viele weitere Highlights wie die historischen Stadttore, das Kapftor, das barocke Rheintor, das Kupfertor, Hagenbachturm und Schwedenturm und vieles mehr.

Zu Fuß durch Breisach

Durch die geringe Größe von Breisach bietet es sich an, die Sightseeing Tour zu Fuß zu machen. Wir starten auf dem Wohnmobilstellplatz am Rheinufer, direkt unterhalb des Münsterbergs, dann hinauf in die Breisacher Oberstadt zu Münster und Radbrunnen, auf der anderen Seite wieder hinunter, durch die Stadt in Richtung Martin Schongauer Gymnasium und weiter auf den Eckartsberg und die darauf befindliche Ruine. Von dort kann man bei schönem Wetter tolle Fotos von Altstadt und Münster machen.

Breisacher Münster vom Eckartsberg aus gesehen
Breisacher Münster vom Eckartsberg aus gesehen

Dann geht es auf der anderen Seite des Eckartsbergs wieder hinunter und hinein in die Fußgängerzone oder zum Marktplatz, wo man sich bei einem Kaffee oder Gläschen Wein von dem Stadtbummel erholen kann.

Bei schönem Wetter bietet es sich auch an, sich ein Plätzchen am direkt an die Stadt anschließenden Rheinufer zu suchen. Der Rhein fließt nur wenige hundert Meter vom Münsterberg entfernt vorbei und sogar nur einen Katzensprung vom Stellplatz. So kann man wunderbar enspannt auf einer Bank (oder den eigenen Klappstühlen) am Ufer sitzen, mit Blick über den Rhein, wo im Westen, über Frankreich, die Abendsonne langsam untergeht und den Hausbooten nachschauen, die hier und da in gemütlichem Schritttempo vorbeifahren.

Kellereiführung der Sektkellerei Geldermann

Ein weiteres Highlight und eine absolute Empfehlung für jeden Breisach Besuch sind die Kellereiführungen der Sektkellerei Geldermann. Während der täglich stattfindenden Führungen lernt man viel über die Geschichte Geldermanns, über die Herstellung von Sekt in ‚traditioneller Flaschengärung‘, was ein Cuvée ist, warum eine lange Lagerung ‚auf der Hefe‘ so entscheidend ist und wo die Unterschiede zwischen Brut, Trocken und Halbtrocken liegen.

Das spannendste ist jedoch unbestritten der Gang durch die mittelalterlichen Gänge unterhalb des Münsterbergs. Die Sektkellerei ist direkt an der Seite des Münsterbergs gelegen. In diesem wiederum finden sich mehrere Kilometer mittelalterliche Stollen, die aufgrund ihres stabilen Klimas von konstant 13°C von Geldermann als Reifekeller genutzt werden. Ingesamt lagern dort auf etwas über 5 km Gängen 6 Millionen Flaschen Sekt. Das zu sehen und zu erleben ist einfach beeindruckend!

Führung im Badischen Winzerkeller

Eine Alternative (oder besser: Ergänzung) zur Kellereiführung bei Geldermann ist eine Führung durch den Badischen Winzerkeller. Dort kann man sich unter fachkundiger Führung anschauen, wie aus Trauben Wein entsteht und diesen bei der dazugehörigen Weinprobe auch gleich verkosten. Eines der Highlights dieser Führung ist sicherlich die Fahrt mit dem „Besucherbähnle“ das unterirdische Weinarchiv bis zu Deutschlands größtem Holzfasskeller.

Die Kosten für beide Führungen liegen bei jeweils nur einigen wenigen Euro pro Person.

Ausflüge um Breisach herum

Hat man den Samstag mit Stadtbummel, Kellereiführung und einem Sundowner am Rhein verbracht, bietet sich der Sonntag für einen Ausflug ins nähere Umland an. Die Möglichkeiten hier sind schier endlos.

Mit dem Fahrrad kann man wunderbar entspannt und auf ebener Strecke am Rhein entlang fahren. Zum Beispiel nach Norden bis Burkheim. Ein sehr hübsches, mittelalterliches Städtchen mit historischem Ortskern und umgeben von Weinbergen, Obstgärten und Rheinauen, wo wir auch unsere zweite Nacht verbracht haben.

Der Kaiserstuhl, nur wenige Autominuten von Breisach entfernt lockt mit sanft geschwungenen Hügel, die zum Fahrradfahren und Wandern einladen. In den vielen kleinen Ortschaften geht es bereits im Frühsommer mit den jährlich stattfindenden Weinfesten los, bei denen lokale Winzer und Winzergenossenschaften neben Zwiebelkuchen & Co. ihren Wein verkaufen.

Überhaupt ist die Natur um Breisach und den Kaiserstuhl herum beeindruckend schön und fruchtbar. Die Winter in der Rheinebene sind mild und die Sommer meistens nicht zu heiß. Daher ist die Landschaft oft über Monate grün von saftigem Gras, belaubten Bäumen, Büschen und Reben und bunt von Blüten und Blumen. Frische Kräuter, Obst und Gemüse gibt es dazu von Frühjahr bis weit in den Herbst hinein zu ernten.

Unseren Sonntagmorgen haben wir mit Kaffee, frischem Baguette und Croissants auf der Mondhalde zwischen Oberbergen und Bischoffingen verbracht. Von dort hat man einen wundervollen Blick über den Kaiserstuhl, die Rheinebene und bis in die französischen Vogesen hinein.

Man kann hier leicht auf den Gedanken kommen, dass die Uhren in und um Breisach etwas langsamer laufen. Was bezogen auf das nicht Vorhandensein von Hektik sicherlich auch stimmt. Dass das jedoch nicht bedeuten muss, dass man hier unmodern ist, hat uns ein Blumenfeld zwischen Wasenweiler und Gottenheim gezeigt: Es war das erste seiner Art, das wir gesehen haben, bei dem man digital per Paypal zahlen konnte:

Fährt man von Breisach aus über den Rhein ist man direkt in Frankreich und erreicht bereits nach wenigen Minuten ‚Neuf Brisach‚, eine im 18. Jahrhundert von dem Festungsbauer Vauban erbaute Planstadt, die als stark befestigte Festung diente. Die Stadt ist achteckig angelegt, mit mehreren Verteidigungswällen, und durchweg auf die militärischen Bedürfnisse der damaligen Zeit konzipiert. Sie war als Idealform einer Festungsstadt angelegt und die damals größte Befestigungsanlage nach dem Muster einer barocken Reißbrettsiedlung.

Eine knappe halbe Stunde von Breisach entfernt im Elsass befindet sich Colmar. Ebenfalls eine knappe halbe Stunde entfernt, allerdings in die andere Richtung, liegt Freiburg. Beide Städte zeichnen sich durch eine sehr schöne Altstadt mit Fachwerkhäusern aus dem Mittelalter und der Renaissance, Kopfsteinpflasterstraßen und einem Münster im Zentrum aus. In Colmar das Martinsmünster aus dem 13. Jahrhundert, in Freiburg das Münster Unserer Lieben Frau, dessen Anfänge ebenfalls im 13. Jahrhundert liegen. Ebenso fließt durch beide Städte ein Fluss, in Freiburg die Dreisam, in Colmar die Lauch.

Uns hat Breisach und Umgebung richtig gut gefallen und wir können es als Wochenendflucht-Tipp voll und ganz empfehlen. Ihr werdet dort vieles finden – nur keinen Stress :)

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