Startseite Brot selber backen Brot #99 – Dinkel Roggen Sauerteigbrot
Dinkel Roggen Sauerteigbrot
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Rezept für ein einfaches und sehr leckeres helles Dinkel Roggen Sauerteigbrot. Durch die Verwendung von hellem Dinkel- und Roggenmehl wird das Brot eher mild, nichtsdestotrotz aber sehr aromatisch im Geschmack. Als Triebmittel kommt unser selbstgezogener aktiver Sauerteig zum Einsatz, der für eine lange Frischhaltung und volles Aroma sorgt. Auf den Einsatz von zusätzlicher Hefe kann dabei ganz verzichtet werden. Die Krume ist feinporig, fest und saftig, die Kruste durch eine längere, etwas kühlere Backzeit wunderbar dick und knusprig. Alles in alles ein sehr leckeres Brot für jeden Tag.

Dinkel Roggen Sauerteigbrot
Dinkel Roggen Sauerteigbrot

Das heutige Brot ist ein reines Genussbrot – und dabei auch noch relativ einfach und gelingsicher. Es hat eine saftige, sehr geschmackvolle Krume, eine knusprige Kruste und einen wunderbaren Duft. Durch die Verwendung unseres selbstgezogenen, aktiven Sauerteigs ist es außerdem gut bekömmlich und hat eine längere Frischhaltung als ein reines Hefebrot. Ein tolles Brot für jeden Tag also.

Bei den Zutaten habe ich mich für 630er Dinkelmehl und 997er Roggenmehl entschieden. Beides hellere Ausmahlgrade, die das Brot etwas milder schmecken lassen, wodurch es sehr gut zu allen möglichen Belägen uns Beilagen passt. Wenn Ihr es doch lieber richtig kräftig im Geschmack mögt, findet Ihr hier unser Roggen Dinkel Vollkornbrot. Und hier die Variante ohne Sauerteig: Roggen Dinkel Krustenbrot ohne Sauerteig. Ganz besonders einfach sind übrigens die folgenden beiden Brote: einfaches Dinkelbrot Rezept mit Hefe und einfaches Roggenbrot mit Hefe.

Lange gebacken für eine dicke Kruste

Wie Ihr im Rezept sehen werdet, habe ich das Brot nach dem Anbacken bei 230°C bei relativ ‚kühlen‘ 180°C weitergebacken. Durch die kühlere Backtemperatur und die dafür längere Backzeit hat sich eine schön dicke Kruste ausgebildet, ohne dass das Brot verbrennt. Bei unserem nächsten Brot – dem Jubiläumsbrot zum 100. Brotrezept hier auf Habe ich Selbstgemacht – werde ich die Kruste sogar noch länger backen, um eine ganz besonders dicke, knusprige und rösche Kruste zu bekommen. Ihr könnt gespannt sein. :)

Zutaten – Das steckt im Dinkel Roggen Sauerteigbrot:

Dinkel

Dinkel ist eine alte Getreidesorte mit fein-nussigem Aroma, die seit mehreren tausend Jahren vom Menschen angebaut, beziehungsweise genutzt wird. Er gehört zur Gattung des Weizens und teilt sich mit diesem die guten Backeigenschaften, was insbesondere beim Brotbacken sehr gut zur Geltung kommt. Dinkel hat außerdem einen etwas höheren Eiweißgehalt als Weizen, bei Mineralstoffen und Vitaminen sind die beiden in etwa vergleichbar.

Roggen

Roggen ist eine ebenfalls eine alte Getreidesorte mit kräftigem, herzhaftem Geschmack. Bereits bei Ausgrabungen aus der Bronzezeit (vor ca. 3000-5000 Jahren) wurden Roggenkörner gefunden. Roggen liefert diverse Vitamine und Mineralstoffe (Vitamine B1 und E, Mineralstoffe Kalium, Magnesium, Mangan und Zink) und enthält 13-15% Ballaststoffe. Zusammen mit seinem niedrigen glykämischen Index sorgt er damit für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, schützt vor Heißhungerattacken und kann beim Abnehmen unterstützen. Roggen enthält außerdem etwas weniger Kalorien als Weizen oder Dinkel.

Sauerteig

Sauerteig ist ein aktiver Teig aus Mehl und Wasser. In der Regel halb Wasser, halb Mehl. Aktiv deshalb, weil im Teig natürlich vorkommende wilde Hefe vorhanden ist. Dadurch kann Sauerteig auch als Triebmittel zum Brot Backen verwendet werden. Ihr braucht also keine zusätzliche, gekaufte Hefe hinzugeben. Außerdem enthält Sauerteig Milchsäurebakterien, die Milchsäure und Essigsäure produzieren. Daher hat der ‘SAUER’-Teig auch seinen Namen. Neben einem angenehmen, leicht säuerlichen Geschmack sorgen diese Säuren auch dafür, dass Sauerteigbrot länger frisch bleibt: Sie bilden einen natürlichen Schutz gegen Schimmel.
Bei Roggenbrot hat der Sauerteig zusätzlich noch die Funktion, den Aufbau eines Teiggerüsts zu unterstützen. Ohne dieses würde das Brot nicht aufgehen. Roggenmehl enthält Enzyme, die den im Mehl enthaltenen Kleber abbauen. Dadurch bildet sich kein stabiles Teiggerüst und das bei der Gärung entstehende Kohlendioxid entweicht. Das Brot bleibt ein flacher Fladen. Die im Sauerteig enthaltenen Säuren hindern die Enzyme am Abbau des Teigklebers und das Brot kann aufgehen.

Tipp: Woher bekomme ich Sauerteig?

Wir werden von unseren Lesern sehr oft gefragt, woher man Sauerteig bekommt. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Ihr könnt Sauerteig relativ einfach aus Mehl, Wasser und ein paar Tagen Zeit selber machen. Hier findet ihr unsere Anleitung für selbstgemachten Sauerteig.
  2. Wenn ihr in eure Nähe noch einen handwerklichen Bäcker mit eigener Backstube habt, geht einfach mal mit einem verschließbaren Glas hin und fragt, ob er euch ein wenig Sauerteig abgibt. Oft bekommt ihr ihn sogar geschenkt.
  3. Der Sauerteig, den ihr eingeschweißt im Supermarkt kaufen könnt, funktioniert leider nicht. Da er für den Verkauf haltbar gemacht werden muss, ist er nicht mehr aktiv und kann damit auch nicht als Triebmittel verwendet werden. Zusammen mit extra Hefe als Triebmittel liefert er zwar den sauren Geschmack, aber die ganzen echten Vorteile gehen euch verloren.
  4. Ihr könnt fertigen, aktiven Sauerteig für unter 20 Euro bei Fairment* kaufen. Und mit dem Rabattcode habeichselbstgemacht10 bekommt ihr sogar noch einmal 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment.

Sauerteig müsst ihr übrigens nur einmal kaufen. Durch regelmäßiges Auffrischen und Pflege begleitet er euch dann ein Bäcker-Leben lang. Hier findet ihr ebenfalls die Anleitung, wie ihr euren Sauerteig pflegt.

Das Dinkel Roggen Sauerteigbrot ist das 99. Brot unserer habe-ich-selbstgemacht.de Brot Rezepte Reihe.

Dampf beim Backen (der „Schwaden“)

Wie immer werde ich das Brot im Dampf backen. Ich schreibe das in jedem meiner Brot-Rezepte, da ich es für essentiell wichtig für ein gelungenes Brot halte. Solltet ihr das also schon aus einem meiner anderen Brotrezepte wissen, könnt ihr diesen Absatz getrost überspringen.

Brot braucht beim Backen ausreichend Dampf, um eine schöne Kruste zu entwickeln. Das könnt ihr entweder erreichen, indem ihr einen Backofen mit Dampffunktion* habt oder indem ihr eine hitzebeständige Schale mit heißem Wasser mit in den Backofen stellt. In diesem Fall rate ich euch, zusätzlich einen Pizzastein* zu verwenden, da dieser beim Backen kontinuierlich Hitze an das Brot abgibt.

Deutlich leichter tut ihr euch, wenn ihr das Brot in einem massiven, geschlossenen Topf backt. Damit backt das Brot im eigenen, verdunstenden Dampf und die massiven Wände des Topfs geben konstant Backhitze an den Teigling ab. Außerdem ist es einfach super-spannend, nach einer guten halben Stunde zum ersten Mal den Deckel abzunehmen und zu sehen, wie schön euer Brot aufgegangen und die Kruste aufgerissen ist ;-). Ich nutze zum Backen entweder einen Dutch Oven* (ein schwerer gußeiserner Topf) oder einen klassischen Römertopf aus Keramik*. Zur Not gehen auch ein klassischer Bräter oder ein hitzefester Kochtopf mit Deckel – aber je massiver das Teil ist, desto besser.

Ach ja, und wenn ihr ganz neu beim Thema ‚Zuhause selber Brot Backen‚ seid, dann kann ich euch die beiden folgenden Beiträge wärmstens ans Herz legen: ‚Ausstattung: Was braucht man, um zuhause Brot zu backen?‚ und ‚Einfaches Anfänger Brot Rezept‚. Ein sehr einfaches, gelingsicheres Rezept für alle, die noch nie selber Brot gebacken haben.

Sucht ihr dagegen ein unglaublich leckeres und bekömmliches ‘Brot für jeden Tag’, kann ich euch das Rezept für ein klassisches Bauernbrot empfehlen. Eines der besten Brote hier auf dem Blog.

Ebenfalls eines der empfehlenswertesten Brote ist unser Hausbrot, das zu unserem 100. Brotjubiläum entstanden ist. Der Name ‚Hausbrot‘ steht für ein Brot, das man am liebsten jeden Tag backen würde: Es schmeckt unglaublich lecker & aromatisch, ist sehr bekömmlich, hat eine tolle, dicke und rösche Kruste und eine saftige Krume und ist trotzdem ganz einfach in der Zubereitung. Einfach abends alle Zutaten zusammenmischen, über Nacht stehen lassen und morgens backen. Einfacher geht es kaum.

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Rezept für ein Dinkel Roggen Sauerteigbrot


Schwierigkeit: Einfach (♦ ◊ ◊)


Anfangen: 17 Stunden bevor das Brot fertig sein soll (am besten am Abend vorher)
Zeit am Backtag: 7 Stunden (inkl. 1 Stunde Auskühlen)


Triebmittel: Sauerteig
Teigausbeute (TA): 165 (65% Hydration)
Fertiges Brot: 1,0 kg

Zutaten:

Dinkel Roggen Sauerteigbrot
Dinkel Roggen Sauerteigbrot

Zubereitung:

⏱️ Startet 17 Stunden bevor das Brot fertig sein soll.


⏱️ Zeit: Zum Start

Sauerteig:

  • 20g Sauerteig Anstellgut
  • 190g Dinkelmehl Type 630
  • 190g Wasser (38°C)
  1. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Löffel verrühren. Dann mit einem feuchten Geschirrtuch oder Deckel abdecken und 8-10 Stunden bei Raumtemperatur (am besten über Nacht) gehen lassen.

⏱️ Zeit: nach 10 Stunden (10 Stunden nach Start)

Hauptteig:

  • Sauerteig
  • 200g Dinkelmehl Type 630
  • 300g Roggenmehl Type 997
  • 255g Wasser (38°C)
  • 18g Salz
  1. Alle Zutaten in einer Küchenmaschine mit Knetfunktion* oder von Hand ungefähr 5 Minuten lang zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Der Teig ist fertig, wenn er sich leicht vom Schüsselrand lösen lässt.
  2. Teigtemperatur: 28°C
  3. Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch oder Deckel abdecken. Anschließend 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.

⏱️ Zeit: nach 1 weiteren Stunde (11,25 Stunden nach Start)

  1. Den Teig aus der Schüssel holen und vorsichtig zu einer Kugel wirken. Achtet darauf, dass vom Gas so wenig wie möglich entweicht. Anschließend mit Schluss nach unten weitere 3,5 Stunden bei Zimmertemperatur in einem gut bemehlten Gärkörbchen* gehen lassen. Etwa 20 Minuten vor Ende der Gare könnt ihr anfangen, den Backofen vorzuheizen.

Die Zeitangaben sind nur Richtwerte, da die tatsächliche Gehzeit von verschiedenen, nie gleichen Faktoren abhängt (Raumtemperatur, Feuchtigkeitsgehalt im Mehl, etc.) Richtet euch daher am besten nach folgender Methode:

Wann ist der Teig fertig zum Backen?

Ob der Teig bereit zum Backen ist, prüft ihr am besten mit der Fingerprobe: Dazu einfach mit einem Finger ungefähr 1-2 cm tief in den Teig eindrücken. Er sollte sich innerhalb von 10-20 Sekunden wieder soweit zurückbilden, dass noch eine kleine Kuhle von wenigen Millimetern bleibt. Dann ist das Brot genau richtig fertig zum Backen. Bildet sich die Kuhle (fast) gar nicht mehr zurück, ist das Brot bereits in der Voll- oder Übergare. Springt die Kuhle fast augenblicklich wieder zurück, muss es noch etwas gehen.

Wenn ihr ein paar Mal Brot gebacken habt, bekommt ihr ein Gefühl dafür. Das ist tatsächlich wichtig, da nie ein Teig genauso wie der andere ist (Feuchtigkeit im Mehl, Raumtemperatur, Temperatur im Kühlschrank, etc.). Somit sind alle Zeitangaben eher nur Richtwerte als genaue Vorgaben.


⏱️ Zeit: nach 3,5 Stunden (15 Stunden nach Start)

Backen

Im Dampfbackofen:

Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 230°C aufheizen. Achtet darauf, dass der Pizzastein mindestens 220°C erreicht hat. Am einfachsten prüft ihr das mit einem Infrarotthermometer*. So eines bekommt ihr bereits für etwas über 10 Euro und es gehört bei mir zur Grundausstattung fürs Brot Backen. Dann den Backofen auf das Brot-Back-Programm umschalten, beziehungsweise auf das Dampf-Programm.

Im normalen Backofen:

Den Pizzastein und eine ausreichend große, feuerfeste Schale in den Backofen geben und auf 230°C aufheizen. Achtet wieder darauf, dass der Pizzastein mindestens 220°C erreicht hat. Beim Einschießen des Brots in den Ofen wird ca. eine halbe Tasse heißes Wasser in die Schale geschüttet. Achtet darauf, Euch dabei nicht zu verbrühen. Der Dampf entsteht recht schlagartig.

Im Römertopf oder Dutch Oven:

Den Backofen mitsamt dem Römertopf oder dem Dutch Oven auf 230°C aufheizen. Das dauert (bei mir) gute 20 Minuten. Wichtig ist, dass der Topf mindestens 220°C erreicht hat. Das könnt Ihr wieder gut mit dem Infrarotthermometer oder einem Einstechthermometer mit Kabel messen.

Bei allen Varianten:

Wenn der Ofen gut vorgeheizt ist, das Brot mit Schluss nach oben auf den Pizzastein legen, beziehungsweise in den Topf geben, Deckel drauf, und bei 230°C für 10 Minuten backen.

Dann den Backofen auf 180°C runterregeln und weitere 15 Minuten backen. Anschließend noch einmal bei 180°C 20-25 Minuten ohne Deckel backen, damit das Brot eine schöne braune Farbe, eine knusprige Kruste und leckere Röstaromen bekommt.

Noch ein Tipp: Ihr könnt das Brot entweder aus dem Gärkorb direkt in den heißen Topf fallen lassen oder ihr stürzt es vorher auf ein Stück Backpapier* und hebt es dann mitsamt diesem in den Topf. Ich habe mir ein wiederverwendbares* gekauft und dieses genau auf die Größe meines Dutch Oven zugeschnitten.

Die Back-Dauer kann je nach Backofen, Temperatur des Teiglings und anderen Faktoren variieren. Am einfachsten prüft ihr daher ob euer Brot fertig ist, indem ihr ein Backofen-Einstechthermometer benutzt (steckt es einfach ins Brot, wenn ihr den Deckel abnehmt. Die Dinger sind hitzebeständig und können im Backofen bleiben, bis euer Brot fertig ist. Wenn der Kern des Brots zwischen 96°C und 98°C hat, ist es perfekt. Alternativ eignen sich auch Einstech-Thermometer mit separatem Display*. Diese sind einfacher abzulesen und in aller Regel kann ein Alarm gesetzt werden, wenn die Kerntemperatur erreicht ist.

Das Brot aus dem Ofen holen, mit einer Sprühflasche* mit 2-3 Sprühern Wasser absprühen (das gibt eine merklich schönere Kruste) und ungefähr eine Stunde auf einem Gitter auskühlen lassen bevor ihr es anschneidet. Das Brot sollte dabei rundherum atmen können.

Das Rezept in Kurzform zum Ausdrucken:

Dinkel Roggen Sauerteigbrot
Rezeptanleitung

Brot #99 – Dinkel Roggen Sauerteigbrot

4,64 von 79 Bewertungen
Rezept für ein einfaches und sehr leckeres helles Dinkel Roggen Sauerteigbrot. Durch die Verwendung von hellem Dinkel- und Roggenmehl wird das Brot eher mild, nichtsdestotrotz aber sehr aromatisch im Geschmack. Als Triebmittel kommt unser selbstgezogener aktiver Sauerteig zum Einsatz, der für eine lange Frischhaltung und volles Aroma sorgt. Auf den Einsatz von zusätzlicher Hefe kann dabei ganz verzichtet werden. Die Krume ist feinporig, fest und saftig, die Kruste durch eine längere, etwas kühlere Backzeit wunderbar dick und knusprig. Alles in alles ein sehr leckeres Brot für jeden Tag.
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 30 Minuten
Ruhezeit Teig (Gare): 14 Stunden 30 Minuten
Arbeitszeit: 45 Minuten
Kalorien 202kcal
Kohlenhydrate 40g
Fett 1g
Eiweiß 7g
Angaben für 13 Scheiben Brot

Zutatenliste

Zubereitung

Sauerteig

  • – 20g Sauerteig Anstellgut
    – 190g Dinkelmehl Type 630
    – 190g Wasser (38°C)
  • Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Löffel verrühren. Dann mit einem feuchten Geschirrtuch oder Deckel abdecken und 8-10 Stunden bei Raumtemperatur (am besten über Nacht) gehen lassen.

Hauptteig

  • – Sauerteig
    – 200g Dinkelmehl Type 630
    – 300g Roggenmehl Type 997
    – 255g Wasser (38°C)
    – 18g Salz
  • Alle Zutaten in einer Küchenmaschine mit Knetfunktion* oder von Hand ungefähr 5 Minuten lang zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Der Teig ist fertig, wenn er sich leicht vom Schüsselrand lösen lässt.
  • Teigtemperatur: 28°C
  • Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch oder Deckel abdecken. Anschließend 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  • Den Teig aus der Schüssel holen und vorsichtig zu einer Kugel wirken. Achtet darauf, dass vom Gas so wenig wie möglich entweicht. Anschließend mit Schluss nach unten weitere 3,5 Stunden bei Zimmertemperatur in einem gut bemehlten Gärkörbchen* gehen lassen. Etwa 20 Minuten vor Ende der Gare könnt ihr anfangen, den Backofen vorzuheizen.

Backen

  • IM DAMPFBACKOFEN:
    Den Backofen mitsamt Pizzastein auf 230°C aufheizen. Achtet darauf, dass der Pizzastein mindestens 220°C erreicht hat. Am einfachsten prüft ihr das mit einem Infrarotthermometer. So eines bekommt ihr bereits für etwas über 10 Euro und es gehört bei mir zur Grundausstattung fürs Brot Backen. Dann den Backofen auf das Brot-Back-Programm umschalten, beziehungsweise auf das Dampf-Programm.
  • IM NORMALEN BACKOFEN:
    Den Pizzastein und eine feuerfeste Schale mit heißem Wasser in den Backofen geben und auf 230°C aufheizen. Achtet wieder darauf, dass der Pizzastein mindestens 220°C erreicht hat.
  • IM RÖMERTOPF ODER DUTCH OVEN:
    Den Backofen mitsamt dem Römertopf oder dem Dutch Oven auf 230°C aufheizen. Das dauert (bei mir) gute 20 Minuten. Wichtig ist, dass der Topf mindestens 220°C erreicht hat. Das könnt Ihr wieder gut mit dem Infrarotthermometer oder einem Einstechthermometer mit Kabel messen.
  • BEI ALLEN VARIANTEN:
    Wenn der Ofen gut vorgeheizt ist, das Brot mit Schluss nach oben auf den Pizzastein legen/stürzen, beziehungsweise in den Topf geben, Deckel drauf, und bei 230°C für 10 Minuten backen.
  • Dann den Backofen auf 180°C runterregeln und weitere 15 Minuten backen. Anschließend noch einmal 20-25 Minuten ohne Deckel backen, damit das Brot eine schöne braune Farbe, eine knusprige Kruste und leckere Röstaromen bekommt.
  • Das Brot aus dem Ofen holen und ungefähr eine Stunde auf einem Gitter auskühlen lassen bevor ihr es anschneidet. Das Brot sollte dabei rundherum atmen können.

Notizen

TIPP: Um Sauerteig als Triebmittel verwenden zu können, braucht ihr aktiven Sauerteig.
Diesen könnt ihr entweder innerhalb von ein paar Tagen einfach selber machen (hier geht’s zur Anleitung) oder ihn alternativ einmalig kaufen (z.B. bei Fairment*). Mit dem Code habeichselbstgemacht10 bekommt ihr zusätzlich 10% Rabatt.
Danach wird er einfach immer wieder aufgefrischt und kann euch ein ‚Bäckerleben‘ lang begleiten.
Hast du dieses Rezept ausprobiert?Erwähne @habeichselbstgemacht oder tagge #habeichselbstgemacht
Nährwertangaben
Brot #99 – Dinkel Roggen Sauerteigbrot
Angaben je Portion:
Kalorien
202
% der empfohlenen Tagesmenge*
Fett
 
1
g
2
%
Gesättigte Fettsäuren
 
1
g
6
%
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
 
1
g
Einfach ungesättigte Fettsäuren
 
1
g
Natrium
 
540
mg
23
%
Kalium
 
86
mg
2
%
Kohlenhydrate
 
40
g
13
%
Ballaststoffe
 
7
g
29
%
Zucker
 
1
g
1
%
Eiweiß
 
7
g
14
%
Calcium
 
7
mg
1
%
Eisen
 
2
mg
11
%
*Tagesmengen basieren auf einer täglichen Ernährung mit 2000 kcal.

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Dominik
Dominik
22 Tage zuvor

5 stars
Ich bin ha absoluter anfänger und hab es grade mal hinbekommen nach 4 mal scheitern einen Sauerteig hinzubekommen, ist wirklich trickreich jetzt hab ich das Brot angefangen und frage mich ob ich es auf einer bemehlten fläche wirken soll und was ich mache wenn ich noch keinen gärkorb habe?
Viele Grüße und danke für die vielen Rezepte

Dominik
Dominik
Reply to  Alex
19 Tage zuvor

5 stars
Vielen Lieben Dank,

Hab jetzt das 2. mal dieses Brot gebacken und wurde super ein sehr schönes rezept und super erklärt.

Lea
Lea
6 Monate zuvor

5 stars
Habe das Brot gestern Abend gebacken und vorhin angeschnitten. Super lecker und es sieht toll aus. Vielen Dank für das Rezept.

Birgit
Birgit
6 Monate zuvor

Ich backe schon seit 4 Jahren mein Brot mit Sauerteig, aber was ich immer noch nicht gerafft habe, ist das mit dem Sauerteig. Kann sein, das ich das 4 Jahre verkehrt mache, aber die Brote schmecken super. Ich habe immer 50gr. ASG im Kühlschrank. Wenn ich Brot backen möchte, hole ich es aus dem Kühlschrank und setze diese 50gr. mit 150gr. Roggenmehl und 150gr. Wasser an, da ich 300gr brauche. Das bleibt über Nacht stehen. Am nächsten Tag nehme ich, bevor ich den Sauerteig verbacke, 50gr.wieder weg in ein Schraubglas und das ist mein ASG für das nächste Brot. Und so wiederholt es sich immer wieder. Ich füttere auch nicht zwischendurch, da ich jede Woche backe. Mache ich was verkehrt? Ich kapiere es irgendwie immer noch nicht.
Ich habe euer Brot im Gusseisentopf gebacken und es ist sehr lecker. Danke für das Rezept
LG Birgit

Ramona Gustmann
Ramona Gustmann
8 Monate zuvor

5 stars
Hallo. Super Rezept. Ich habe noch nie so ein leckeres Brot selber gemacht. Habe kein Roggenmehl bekommen und habe es mit Dinkel Vollkorn ausgetauscht. Ich werde jetzt mehr Rezepte nach Backen. Lg Ramona

Anna
Anna
9 Monate zuvor

5 stars
Hallo, dieses Brot ist wirklich sehr lecker. Es war mein erstes Sauerteigbrot (sonst immer nur mit Frischhefe) und ich bin begeistert.
Eine Frage hab ich aber noch. Warum steht im Rezept nichts vom Dehnen und Falten? Oder ist das nur bei Hefebroten nötig? Das würde mich echt noch interessieren.
Vielen Dank für dieses leckere Brot :)

Carolin
Carolin
10 Monate zuvor

5 stars
Brot#104 und Brot #99 vielen Dank für die tollen Rezepte! Sind beide mega lecker. Freue mich total.

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Vanessa
Vanessa
10 Monate zuvor

5 stars
Lieber Alex,
danke für dieses superleckere Rezept! Ich liebe solche dunklen, aromatischen Brote und daher musste ich dieses hier einfach backen. Inzwischen habe ich es in den letzten Monaten sogar mehrfach gebacken und auch mein Partner, der sonst eher für helle Weizenbrote usw. zu haben ist, findet es klasse. Definitiv eines meiner Lieblingsbrotrezepte!
Danke für euren tollen Content und die detaillierten Rezepte, das macht das Backen super einfach und sehr gelingsicher. :)
Liebe Grüße
Vanessa

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